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Elbphilharmonie: Hamburg stellt Hochtief neues Ultimatum

Musik Elbphilharmonie: Hamburg stellt Hochtief neues Ultimatum

Im Streit um die Elbphilharmonie hat die Stadt Hamburg dem Baukonzern Hochtief ein neues Ultimatum gestellt. "Hochtief ist die Ernsthaftigkeit der Situation bewusst.

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Elbphilharmonie: Die Stadt hat ein neues Ultimatum für Hochtief gestellt.

Quelle: dpa

Hamburg. Der Baukonzern hat allerdings um eine Fristverlängerung nachgesucht", sagte der Pressesprecher der Kulturbehörde, Stefan Nowicki, am Dienstag und bestätigte damit Medienberichte. Danach hat die städtische Realisierungsgesellschaft (Rege) mit Kündigung aller Verträge gedroht, falls den Forderungen der Stadt nach einem zügigen Weiterbau nicht bis zum 28. Juni nachgekommen werde. Dieses neue Ultimatum wurde nun bis zum 4. Juli verlängert.

Seit Herbst 2011 ruhen die Arbeiten an dem spektakulären Bauwerk, das die Stadt mindestens 323 Millionen Euro kosten wird. Beide Seiten hatten sich über die Sicherheit der Dachkonstruktion zerstritten. Deshalb setzte die Stadt Hochtief ein erstes Ultimatum zum 31. Mai zur Wiederaufnahme der Arbeiten. Seitdem ist auf der Baustelle jedoch fast nichts passiert.

"Es gibt klare Ansagen und wir werden sehen, was jetzt passiert", sagte Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) dem Sender NDR 90,3. Die Stadt habe Verträge geschlossen. "Jetzt geht es darum, dass wir darauf achten, dass diese Verträge eingehalten werden und dass das Gebäude fertig gebaut wird. Mehr erwarten wir nicht von unserem Vertragspartner", sagte Scholz. Am besten sei es, Hochtief baue die Elbphilharmonie fertig. "Am zweitbesten ist es, wir machen es selbst. Es ist nicht so, dass wir uns davor fürchten müssen vor dem Fall, dass wir selbst organisieren müssen, dass das Gebäude fertiggestellt wird", meinte der Bürgermeister.

In einem Schreiben der Rege vom 21. Juni, das den Medien zugespielt wurde, heißt es: "Sollte uns bis dahin (28.6.) eine solche schriftliche Bestätigung nicht vorliegen, sehen wir die Verhandlungen als endgültig gescheitert an." Dem Bericht zufolge fühle sich die Stadt durch Hochtief getäuscht: "Dies alles lässt ernsthafte Zweifel daran aufkommen, ob ihrerseits überhaupt Bereitschaft besteht, eine für beide Seiten akzeptable, einvernehmliche Regelung zu finden", zitiert die "Bild"-Zeitung aus dem Schreiben.

Hamburgs Kultursenatorin Barbara Kisseler (parteilos) hatte bereits am Wochenende eine Kündigung der Verträge mit Hochtief nicht ausgeschlossen. "Wir halten uns diese Option auf jeden Fall offen", sagte sie der Nachrichtenagentur dpa. "Sollte sich in den nächsten Wochen nicht signifikant etwas auf der Baustelle bewegen, werden wir handeln", hatte die Kultursenatorin angekündigt.

dpa

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