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Friede, Freude, Wilwarin-Festival

Ellerdorf Friede, Freude, Wilwarin-Festival

Das Wilwarin-Festival gibt es sei 20 Jahren - dies, das Leben und die Liebe feierten 5000 Gäste bei gewohnt gutem Wetter. Auch am Sonnabend stimmte die Vielfalt von Reggae bis zu Riffattacken im Speedmetalrausch.

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Maïa Vidal auf der Main Stage beim Wilwarin-Festival.

Quelle: Michael Kaniecki

Ellerdorf. Der Sonnabend fängt gemütlich an, viele haben bereits zwei Feiertage hinter sich und nutzen das milde Wetter zum Chillen. Nachricht des Tages ist der Überraschungsauftritt der Kieler Punk-Legende Smoke Blow.

Am Nachmittag lässt Maïa Vidal auf der Main Stage mit zarter Stimme chansoneske Elektropopsongs wie „Promises“ oder „Follow Me“ mal kraftvoll, mal zärtlich und effektvoll in die Weite des Genres. Das Leben ist ein langer ruhiger elektrischer Strom; könnte man meinen, denn auf dem Elektro Floor findet sich immer ein tanzbereites Publikum ein.

Dann sind Kevin Pascal da. Die Punkband brettert auf der Skaterstage Songs wie „666“, „Akne“ oder „Donald“ (sicher nicht Duck) ins Pogo-Publikum. Stellvertretend für das Wilwarin-Festival könnte die feierlaunige Hamburger Akustik-Punkband Liedfett stehen, die zwischen kritischer Liedermacherei und Liebespop mäandert und dabei Liebe und Frieden propagiert, bis auch die letzte Hand auf dem sehr gut gefüllten Platz vor der Hauptbühne Solidarität signalisiert.

Depravation aus Gießen finden ihr Feierventil eher im doomigen Deathmetalbereich, während die Schleswiger Jungs von Rezet auf der Skate Stage dem 80er-Speed- und Thrashmetal vom Schlage Megadeth oder Slayer frönen. Weit in die 80er verschlägt es auch A Projection, die sich im Wave von Bands wie Joy Division bewegen.

Fröhlich flattert der Wilwarin-Schmetterling bis in die Nacht weiter über entspannte Gesichter und freut sich mit ihnen auf das nächste Jahr, wenn es wieder, frei nach Slayer, heißt: Ell Awaits!

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