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Museumsberg erweitert Arlt-Sammlung

Flensburg Museumsberg erweitert Arlt-Sammlung

Fünf Monate nach dem Tod der Künstlerin Elsbeth Arlt hat der Kunstverein Flensburg eine aus sieben zweiteiligen Gemälden bestehende Serie von ihr für den Museumsberg erworben.

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Mit dem Museumsberg innig verbunden: Elsbeth Arlt vor einer Arbeit in ihrer Werkschau, die ihr das Flensburger Museum 2013 gewidmet hatte. Die Künstlerin starb im Sommer diesen Jahres.

Quelle: bos: Björn Schaller

Flensburg. Mona von Bodecker, langjährige Vorsitzende des mit 1000 Mitgliedern stärksten Vereins im Lande, lobte die Kunstfreunde als „unermüdliche Unterstützer“ des Hauses. Mit diesem Ankauf sei es gelungen, einen großen Beitrag für die Würdigung und weitere museale Aufarbeitung der Künstlerin zu leisten.

 In ihrem 2015 entstanden Zyklus zu Kandinsky übermalte Elsbeth Arlt 14 Gemälde aus dem Jahr 1996, auf denen sie in leuchtenden Farben wie herangezoomt wirkende Leinwandbindungen darstellte. Jeweils zwei dieser Leinwände fügte sie kompositorisch zusammen und übermalte sie teilweise mit fragmentarischen Bildzitaten aus dem Gemälde Durchgehender Strich von Kandinsky aus dem Jahr 1923. In diesem so entstandenen Bilderzyklus bezieht sich die Künstlerin auf Kandinskys Analyse der malerischen Elemente in seiner programmatischen Schrift Punkt und Linie zu Fläche.

 Die Serie komplettiert die bereits über Jahrzehnte angelegte Sammlung von Werken Elsbeth Arlts auf dem Museumsberg. Mit Schenkungen hatte die 1948 in Kiel geborene Künstlerin und Kunstpreisträgerin des Landes in den vergangenen Jahren nicht nur den Flensburger Museumsberg großzügig bedacht, sondern auch der Kieler Kunsthalle, der Stadtgalerie Kiel, dem Nordfriesischen Museum in Husum und der Hamburger Kunsthalle wichtige Werke überlassen.

 Elsbeth Arlt zählte zu den wichtigsten Künstlerinnen im Land. Ihre Installation unter dem Titel Manche leuchten, wenn man sie liest an der Fassade der Kieler Universitätsbibliothek ist eine ihrer wichtigsten Arbeiten im öffentlichen Raum. Seit 2002 anlässlich der Einweihung des Neubaus leuchtet der Satz von André Gide in Neonschrift – als strahlende Hommage an den Wert des Lesens und den Schatz des Wissens. kru

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