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Emmi & Willnowsky im Max Nachttheater

Blitz-Kritik Emmi & Willnowsky im Max Nachttheater

Nur scheinbar ein ungleiches (Ehe-) Paar: die abgehalfterte Kammersängerin Emmi (Christoph Dompke) und ihr in Hassliebe verbundener Pianist Valentin Willnowsky (Christian Willner). Zumindest in den Witz-Duellen sind sie im fast ausverkauften Max Nachttheater ein Herz und eine Seele.

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Witz, Herz und Seele einer Ehe: Emmi & Willnowsky im Max Nachttheater in Kiel.

Quelle: Michael Kaniecki

Der erste Eindruck

Kiel. Emmi ist eine Diva in glitterndem Fummel oder schwarzhumoriger Nonnen-Kutte, wohl eine Karikatur, aber stimmlich zuweilen erstaunlich nah an Marlene bis Helene. Ihr treu ergebener Willnowsky ist eine nicht minder „säuische“ Rampensau, wenn auch nur auf den zweiten Blick. Oft senkt er den Kopf, wenn ihn Emmi ausschimpft. Aber da sieht man umso mehr den Schalk in seinem Nacken. Er zeigt die Zähne und ist mit weit gespreizten Armen der Dirigent der Lachsalven aus dem Publikum.

Das Programm

Geschmacklos? Zuweilen ja, aber das zur Perfektion getimt und choreografiert und immer wieder kreativer Kitt dieser „Szenen einer Ehe“. Das übliche „die Sängerin schießt auf den Pianisten“ vermeiden die beiden. Hier wird jeweils auf Augenhöhe sofort zurückgeschossen. Ein eingespieltes Team, das zwischen „schmutzigen“ Witzen Pop und Schlager aufs Schafott führt.

Was in Erinnerung bleibt

Das finale Udo-Jürgens-Medley, dessen Songs vom Publikum begeistert mitgesungen werden, als wären wir beim Schlager-Move, wird zum Ehe-Gefecht mit Witzen, wo ein Wort das andere im Munde verdreht.

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Ein Artikel von
Jörg Meyer

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