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Chancen mit Schostakowitsch

Lübecker Operninszenierung für „Faust“ nominiert Chancen mit Schostakowitsch

Das Theater Lübeck hat schon wieder eine neue Chance, den begehrten Deutschen Theaterpreis, den „Faust“, für eine Opernproduktion zu gewinnen.

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Eindrucksvoll traumatische Bilder: Jochen Biganzolis Lübecker Inszenierung von „Lady Macbeth von Mzensk“.

Quelle: Theater Lübeck

Lübeck. Der Preis wird in Kooperation mit der Kulturstiftung der Länder, der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und einem jährlich wechselnden Bundesland vergeben – in diesem Jahr ist es das Land Baden-Württemberg.

 Wie der Deutsche Bühnenverein mitteilte ist der Regisseur Jochen Biganzoli für seine allseits gelobte Inszenierung von Dmitri Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk am Theater Lübeck einer von drei Nominierten. 2014 durfte das Lübecker Ensemble auf den „Faust“ für Sandra Leupolds Regiearbeit für Verdis Don Carlo stolz sein.

 „Wir freuen uns außerordentlich, dass erneut eine Arbeit, die an unserem Haus entstanden ist, für diesen wichtigen deutschen Theaterpreis nominiert ist. Jochen Biganzolis Inszenierung stellt Schostakowitschs eindringlicher Musik prägnante Bilder gegenüber, die durch einen kammermusikalischen Rahmen sensibel an die Geschichte des Komponisten selbst gebunden werden“, sagte Operndirektorin Katharina Kost-Tolmein. „Besonders stolz sind wir, dass auch der dritte nominierte Regisseur, Peter Konwitschny, jüngst am Theater Lübeck inszeniert hat – seine Attila-Inszenierung sorgte im Mai für Furore, nachdem auch Sandra Leupold mit einer hochgelobten Neuinszenierung von Così fan tutte im Januar 2016 wieder in Lübeck präsent war.“ Das Theater Lübeck beweise also dreifach, dass es auch einem B-Haus gelingen kann, Regisseure der obersten Liga zu verpflichten und mit intelligenten Inszenierungen weit über Lübecks Grenzen hinaus zu strahlen, so Kost-Tolmein.

 Am 5. November wird der undotierte Deutsche Theaterpreis „Der Faust“ bereits zum elften Mal und erstmals in Freiburg verliehen. Ausgezeichnet werden Künstlerinnen und Künstler, deren Arbeiten wegweisend für das deutsche Theater sind.

 Unter den weiteren Nominierten sind beispielsweise Frank Castorf für seine Berliner Brüder Karamasow (Schauspiel), Edgar Selge für seinen François in Unterwerfung am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (Darsteller) oder Nicole Chevalier für die vier Hauptpartien Stella/Olympia/Antonia/Giulietta in Les Contes d’Hoffmann an der Komischen Oper Berlin (Sängerdarsteller). Den Preis für das Lebenswerk erhält Hans Neuenfels. cst

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Ein Artikel von
Dr. Christian Strehk
Kulturredaktion

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