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Der Nachwuchs gab den Startschuss

Eröffnungskonzert der Baltic Horse Show Der Nachwuchs gab den Startschuss

„Wunderwelt Klassik“: Das Eröffnungskonzert der Baltic Horse Show im sehr gut besuchten Kieler Schloss stand in diesem Jahr ganz im Zeichen des musikalischen Nachwuchses.

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Flötist Theodore Squire brillierte mit seiner goldenen Querflöte – am Pult GMD Georg Fritzsch.

Quelle: Sonja Paar

Kiel. Und wenn es auch wieder eine Freude war, zu sehen und zu hören, mit welcher Frische die Kieler Philharmoniker mitten im kräftezehrenden Endproben-Prozess zur heutigen Ballett-Premiere Dornröschen diesen bunten Abend mit weltberühmten Melodien gestalteten, so gehörte die Bühne doch ganz zweifelsohne den Profi-Musikern von morgen. Bundespreisträger als Solisten und Mitglieder der Orchester Akademie zeigten eindringlich und zur uneingeschränkten Begeisterung des Publikums das bemerkenswert hohe Niveau ihres Könnens.

 Zunächst brillierte der Flötist Theodore Squire mit François Bornes Fantaisie brillante zur Oper Carmen. Der 16-jährige Flötist, der mit den Philharmonikern schon beim Classic Open Air zur Kieler Woche 2013 gemeinsam auf der Bühne stand, verwöhnte mit dynamischem, gleichwohl geschmeidigem Spiel und bewies, dass er die goldenen Querflöte – „im Wert eines Mittelklassewagens“ – von seinen Eltern nicht zu Unrecht bekommen hatte.

 GMD und Reitsport-Fan Georg Fritzsch führte als Dirigent und launiger, gar ein wenig übermütiger Moderator durch den Abend. Man merkte ihm den ehrlichen Stolz an, mit dem er die Nachwuchs-Solisten ankündigte. So wie die 16-jährige Schlagwerkerin Coralie-Cordelia Common, die mit dem zeitgenössischen, sehr klangschönen 1. Satz für Marimba und Orchester von Ney Rosauro das wohl ungewöhnlichste Stück des Programms präsentierte. Nach der Pause verblüffte der junge Geiger Benjamin Günst (13) das Publikum mit seiner reifen und leichtfüßigen Interpretation von Henryk Wieniawskis Polonaise für Violine und Orchester D-Dur. Sopranistin Leevke Hambach, die bereits mitten im Gesangsstudium steckt, schließlich veredelte Johann Strauß’ Arie Mein Herr Marquis aus der Fledermaus, bevor 15 weitere Instrumentalisten der Orchesterakademie gemeinsam mit den Philharmonikern das große Finale mit Walzermelodien, vielen Zugaben und dem obligatorischen Radetzky-Marsch bestritten. Stehende Ovationen.

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