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Kammerorchesters in der St. Nikoali-Kirche

Erstes Saisonkonzert Kammerorchesters in der St. Nikoali-Kirche

Mit einer stimmigen Kombination der Werke Wolfgang Amadeus Mozarts, Carl Maria von Webers und Joseph Haydns sorgt das Kieler Kammerorchester am Montag zu seinem Saisonauftakt für eine gut besuchte St.-Nikolai-Kirche.

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Der Dynamik der hier verarbeiteten „Janitscharenmusik“ entsprechend, lassen es Imre Sallay und seine Musiker ordentlich krachen und präsentieren das ansteckende Stück temperamentvoll und dabei erfreulich gesammelt.

Quelle: Axel Nickolaus/ Archiv

Kiel. Begrüßt werden die Gäste von einer angenehm spritzigen Interpretation der Ouvertüre zu Mozarts Oper „Die Entführung aus dem Serail“, deren Klangsprache auch musikgeschichtlich das Bindeglied zwischen den anderen beiden Komponisten darstellt. Der Dynamik der hier verarbeiteten „Janitscharenmusik“ entsprechend, lassen es Imre Sallay und seine Musiker ordentlich krachen und präsentieren das ansteckende Stück temperamentvoll und dabei erfreulich gesammelt.

So ist man in Handumdrehen aufgetaut für Carl Maria von Webers „Konzert für Klarinette und Orchester Es-Dur op. 74“. Als Schüler der Weber-Spezialistin Sabine Meyer scheint Akos Hoffmann für dessen Interpretation prädestiniert zu sein und findet in seinem Solopart dann auch tatsächlich eine überzeugende Balance zwischen virtuoser Rasanz und sanglicher Lyrik. Dass er die dynamischen Punktzierungen und Sechzehnteltriolen im Finale auf seinem Instrument funkensprühend auslebt, bringt ihm nicht nur berechtigte Bravi ein, sondern lässt auch manche Schieflage überhören in die das ansonsten vor Kraft strotzende Kammerorchester bei der Begleitung gerät. Für den großen Beifall bedankt sich Hoffmann, indem er sich bei den Hörern im Alleingang mit einem hart swingenden Blues von einer ganz anderen Seite zeigt. Denn tatsächlich liegt sein künstlerisches Hauptbetätigungsfeld heute im Bereich der Jazz- und Salonmusik. Umso beeindruckender sein paralleles Format in der klassischen Musik.

Nach einer kurzen Atempause steht dann Joseph Haydns „Sinfonie Nr. 104 D-Dur Salomon Hob: I. 104“ auf dem Programm und es scheint, als würde die Verve der vorangegangenen Punkte weiter wirken. Musikalisch straff und klangsprachlich sehr vital präsentieren Sallay und das Kammerorchester hier einen Haydn ganz ohne Patina. Erneut ist großer Applaus das Ergebnis.

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