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Eschenbach: SHMF-Konzert für Opfer der Flüchtlingstragödie

Musik Eschenbach: SHMF-Konzert für Opfer der Flüchtlingstragödie

Mit einer stimmgewaltigen Aufführung von Giuseppe Verdis religiösen Hauptwerk "Messa da Requiem" und unter dem Eindruck der jüngsten Flüchtlingstragödien ist am Sonntagabend das Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF) zu Ende gegangen.

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Christoph Eschenbach dirigierte das Abschlusskonzert.

Quelle: Henning Bagger/Archiv

Kiel. Rund 4000 Besucher erlebten in der Kieler Sparkassen-Arena eine "Musik von großer schöpferischer Kraft", wie Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) es ausdrückte. Dirigent Christoph Eschenbach leitete die spektakuläre Aufführung einer bewegenden, tief traurigen, aber auch tröstenden Vertonung der lateinischen Totenmesse. Eschenbach widmete das Abschlusskonzert den Opfern der aktuellen Flüchtlingstragödie. Nach den Schlusstakten ließ Eschenbach Orchester und Sänger lange im Schweigen verharren, bevor er die Spannung löste. Das Publikum feierte Eschenbach, die Solisten Erin Wall (Sopran), Sonia Ganassi (Mezzosopran), Piotr Beczała (Tenor) und René Pape (Bass) sowie rund 300 Orchestermusiker und Chorsänger nach der Aufführung mit minutenlangem, herzlichem Applaus.

 Bereits am Freitag hatte Intendant Christian Kuhnt mitgeteilt, dass das Schleswig-Holstein Musik Festival einen neuen Besucherrekord aufgestellt hat. Insgesamt besuchten rund 154 000 Musikliebhaber die 176 Konzerte, fünf "Musikfeste auf dem Lande" und zwei Kindermusikfeste.

dpa

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SHMF-Intendant Kuhnt
Foto: SHMF-Intendant Christian Kuhnt lähmt die Unsicherheit.

Der Intendant des Schleswig-Holstein Musik-Festivals, Christian Kuhnt, hat die Sperrung des Konzertsaales in der Lübecker Musik- und Kongresshalle als Katastrophe bezeichnet. „Die Unsicherheit, die wir im Moment verspüren, lähmt uns“, sagte Kuhnt am Mittwoch.

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