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Viel Sympathie für eine Kunstform

Exlibris Viel Sympathie für eine Kunstform

Sie sind kleine Kunstwerke mit großer Tradition. Es gibt sie als Stempel oder als grafische Miniaturen, ihre Geschichte lässt sich bis ins 15. Jahrhundert zurückverfolgen. Exlibris hatten ursprünglich den simplen Zweck, den Eigentümer eines Buches auszuweisen.

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Lithografie-Entwurf eines Exlibris der ukrainischen Künstlerin Ulyana Turchenko.

Quelle: Polenz

Bad Bramstedt. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sie sich jedoch zu einer eigenständigen Kunstform, die mit ihrer Vielfalt grafischer Meisterwerke die Sammler in aller Welt begeistert. An Künstler wie Dürer, Cranach und Holbein, die allegorische und biblische Themen bearbeiteten, knüpfte im Biedermeier-Deutschland Ludwig Richter mit Motiven großbürgerlicher Geborgenheit an. Als moderner Radierer verhalf Max Klinger dem Genre um 1880 zu neuer Themenvielfalt, im Jugendstil erlebte die Exlibris-Kunst ihre Blütezeit.

 Die famosen Grafiken sind dekorativ, manchmal zeitgeistig frech und bringen auf wenig Raum eine Menge unter. Dass sie auch heute nicht aus der Mode gekommen sind, beweist die traditionsreiche Deutsche Exlibris-Gesellschaft. Gegründet 1891 bringt sie auf regelmäßigen Jahrestagungen Künstler und Sammler zusammen. In diesem Jahr findet die Tagung erstmals in Schleswig-Holstein (30. April bis 2. Mai) statt. 40 Künstler/innen aus 16 europäischen Ländern sowie aus China, Japan und Kanada präsentieren ihre Arbeiten warten auf ein (kauf-)interessiertes Publikum. Als besonderer Service wird die Fertigung individueller Exlibris für die heimische Bibliothek angeboten. Dabei wählt der Auftraggeber ein Thema, vereinbart Technik, Auflagenhöhe und – den Preis. Letzterer richtet sich nach Aufwand, Technik und Bekanntheitsgrad des Künstlers. sth

 Bad Bramstedt, Tryp Hotel, Am Köhlerhof 4. Donnerstag 10-14, Fr + Sa 10-17 Uhr. Info: www.exlibris-deg.de

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