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Wilwarin lockt mit 50 Acts in zwei Tagen

Festival in Ellerdorf Wilwarin lockt mit 50 Acts in zwei Tagen

Der musikalische Schwerpunkt Punk und Metal mag nicht so recht passen zu dem zarten, flatterflügeligen Namen des Festivals. Wilwarin. Das elbische Wort für Schmetterling. Zum 18. Mal werden am Donnerstag und am Sonnabend wieder rund 5000 Besucher ins kleine Ellerdorf nahe Nortorf kommen, um ein Festival zu feiern, das sich in all den Jahren seinen ganz speziellen Charme bewahrt hat.

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Am Freitag auf der Bühne: Das Berliner Hip-Hop-Trio Antilopen Gang parodiert Gangsta-Rap.

Quelle: Thomas Schermer

Ellerdorf. Wie schafft man das? Wie kriegt man das so lange hin, nicht stärker in eine kommerzielle Richtung zu driften? „Wir wollen nicht explodieren und dann zerbrechen“, sagt Arnulf Zurheide, einer der vier Cheforganisatoren und seit dem ersten Wilwarin dabei. „Daher haben wir die Zahl auf 5000 Besucher begrenzt, obwohl wir auch 6000 oder 7000 hier haben könnten.“ Ein weiterer wichtiger Faktor: die 30 bis 50 freiwilligen Helfer, die willig jedes Jahr mit anpacken, etliche Stunden ihrer Freizeit für das Wilwarin opfern, sich um alles von der Technik bis zum Aufbau kümmern. Die spontan ihrer Kreativität freien Lauf lassen, um die fantasiereichen Dekos zu entwerfen und zu bauen, die dem Festival sein besonderes Flair verleihen. Hörbar stolz spricht Zurheide über die vielen Unterstützer.

 Auf ganz große Namen wird beim Wilwarin nicht gesetzt, das Festival ist der Star. Gut, die kanadische Blues-Rockband Danko Jones war schon mal da, ein echtes Pfund, 2008 war das. Noch übertroffen von der US-Hip-Hop-Band Arrested Development und der kanadischen Hardcore/Punkrock-Band No Means No (Zurheide: „Hinter denen war ich zehn Jahre hinterher gewesen“) drei Jahre später. Aber Stars bereiteten halt manchmal auch Mühe. „Dann hat man hier so Diven rumlaufen, um die sich alles drehen muss, das frisst zu viel Energie.“

 Also lieber viele kleinere, aber dennoch spannende Acts. Im Laufe der Zeit hat sich das Wilwarin stilistisch breiter aufgestellt, Reggae, Pop, Elektro und Hip-Hop sind hinzugekommen, diesmal sind es mehr als 50 Acts. Am Freitag etwa steht die Antilopen Gang auf der Bühne. Das Berliner Hip-Hop-Trio, dessen Album Aversion es im vergangenen Jahr bis auf Platz 41 der Charts schaffte, parodiert Gangsta-Rap und sorgte mit seinem Song Beate Tschäpe hört U2 für Aufsehen. Zu den Headlinern zählt auch die schwedische Skatepunk-Band Satanic Surfers, die sich im vergangenen Jahr nach sieben Jahren wiedervereinigt hat. Zwei potenzielle Highlights – aber am besten in aller Ruhe von Bühne zu Bühne treiben lassen und die Atmosphäre genießen.

 (Freitag und Sonnabend, 5./6. Juni, in Ellerdorf,. Busshuttles ab Kieler ZOB mit Zwischenstopp in Nortorf; Infos dazu über www.wilwarin.de)

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Die Festivalsaison in der Region steht in den Startlöchern. An diesem Freitag beginnt das Wilwarin und sein Veranstalter-Team steckt in den letzten Vorbereitungen. Enormen finanziellen Aufwand bedeutet allein dieses kleine Event, aber Schleswig-Holstein bietet noch ganz andere Dimensionen.

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