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"Elise" feierte Herzblut-Premiere

Filmprojekt aus Flintbek "Elise" feierte Herzblut-Premiere

15 junge Menschen wuselten in feinem Zwirn am Sonnabend durch das Cinemaxx in Kiel. Aufregung lag in der Luft. Sie alle hatten unter der Regie des Flintbeker Filmemachers Moritz Boll innerhalb der letzten zwei Jahre viel Herzblut in die Produktion des Roadmovies "Elise" gesteckt, der nun Premiere feierte.

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Überstolz bei der "Elise"-Premiere: Regisseur Moritz Boll (links), Elise-Darstellerin Maren Kraus und der bekannte Schauspieler Michael Mendl am Sonnabend im Cinemaxx Kiel.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel/Flintbek. Hochkarätiger Gast des Abends war der deutsche Schauspieler Michael Mendl, der in dem Streifen mitwirkte. Im Kontrast zum Filmteam in Abendgarderobe erschien Mendl in Lederjacke und mit roter Schirmmütze. "Das ist ein Roadmovie, das passt", erklärte der für Charakterrollen bekannte Schauspieler gut gelaunt. In "Elise" spielt er die Rolle des Künstlers Dorsday Uckhaus, der die frische gebackene Abiturientin Elise (Maren Kraus) und ihre Freundin Maria (Carolin Dietrich) zu einem Roadtrip in sein Ferienhaus nach Dänemark einlädt.

Moritz Boll hatte bei Mendls Agentur angefragt, ob dieser bei seiner Produktion mitwirken möchte, und die Zusage kam schnell. "Ich habe nicht lange gezögert. Wenn ein Nachwuchsregisseur von der Filmfilmförderung Hamburg Schleswig-Holstein angeregt wird, einen Film zu drehen, war mir klar: Der ist nicht auf den Kopf gefallen". Am Set hat der Profi-Schauspieler seinen jungen Berufskollegen, die allesamt nicht älter als 22 Jahre waren, Tipps gegeben. "Das Kino muss weiter leben, und dafür muss man etwas tun", so der 71-Jährige, der selbst einige Jahre Schauspielunterricht gab.

Hier sehen Sie Bilder zu den Dreharbeiten von "Elise"

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Erwachsen werden auf einem Roadtrip: Das Thema ist auch Mendl nicht fremd. "Mit 18 Jahren bin ich nach Norwegen getrampt", erinnert er sich. Da aber damals das Trampen verboten war, fuhr er auf Güterzügen mit und lernte so auch Kiel kennen.

Viele Premieren in der Premiere

Für Moritz Boll war es der erste richtige Spielfilm: "Wir mussten viel improvisieren, aber es hat am Ende immer geklappt – dank vieler Menschen und Sponsoren", freute sich der 21-Jährige. Die beiden für den Dreh gecasteten Schauspielstudentinnen Maren Kraus und Carolin Dietrich waren überwältigt, ihren ersten Film vor 550 Menschen in einem Kino laufen zu sehen. "In den zwei Jahren hat man sich weiterentwickelt, sieht vieles, was man besser hätte machen können, aber wir sind sehr zufrieden", resümierten die beiden jungen Frauen, die während der Dreharbeiten Freundinnen geworden sind.  

"Mich hat die Leistung des Teams sehr beeindruckt und es hat Spaß gemacht, die Entwicklung zu sehen", so Premieren-Besucher Gunnar Städtler, der im Film eine kleine Statisten-Rolle übernahm. Ähnlich äußerte sich der Flintbeker Nachbar von Moritz Boll, Bernd Cohrt, der ebenfalls eine Statisten-Rolle hatte: "Moritz und sein Team arbeiten locker, aber professionell, das hat mir sehr gefallen."

Auch die beiden Freundinnen der Familie Boll, Paulina Drapatz (19) und Johanna Knapp (23) waren begeistert von dem Streifen. Sie zeigten sich aber überrascht von der Wende des Films, die mit der Frage von Uckhaus eingeleitet wird, ob er die Protagonistinnen nackt malen dürfe. Von dieser Wende und dem Können der Filmcrew können sich Interessierte am 3. April selbst ein Bild machen. Dann wird der Streifen noch einmal um 18.30 Uhr im Metrokino gezeigt.

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Foto: Das 15-Köpige Team um Moritz Boll freut sich auf die Premiere am Sonnabend im Cinemaxx.

Haben Sie Lust, mit einer Filmcrew zu arbeiten, die nicht älter als 22 Jahre ist und keine Gage zahlen kann? Dass Schauspieler Michael Mendl darauf mit einer Zusage reagieren würde, hat der Flintbeker Filmemacher Moritz Boll nicht erwartet. Mendl sagte ja und der entstandene Film „Elise“ ist nun im Kino zu sehen.

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