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Vater sein dagegen sehr

Florian Hackes Soloabend Vater sein dagegen sehr

Manchem Theatergänger ist Schauspieler Florian Hacke womöglich aus der Produktion „Spatz und Engel“ am Theater Kiel ein Begriff. Andere haben ihn vielleicht am Theater Lübeck gesehen, wo er sechs Jahre lang zum Ensemble gehörte. Jetzt bestreitet Hacke in Kiel sein erstes eigenes Soloprogramm.

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Florian Hacke beschreibt humorig, was ihn im Alltag als Vater so alles passiert.

Quelle: Björn Schaller

Kiel.  „Hasenkind, du stinkst – oder: Bin ich ein guter Vater?“: Thema am Sonnabend, 14. Oktober, im Kulturforum Kiel sind die Freuden, aber auch die ironisch zugespitzten Ärgernisse des Elterndaseins. Hautnah erlebt Hacke sie seit zwei Jahren durch seine kleine Tochter mit. Zumal er derjenige war, der fürs erste in Elternzeit ging. Die Betreuung an sich traute man dem Vater nicht uneingeschränkt zu. „Manchmal habe ich schon das Gefühl, auf meiner Stirn klebt ein Schild: Beraten Sie mich ungefragt!“, erzählt Hacke grinsend. Da wird dann gerne an ihm vorbei das Kind begutachtet: „Da hat der Papa dich aber nicht warm angezogen!“

 Auch die Situation als Einziger in der Krabbelgruppe ohne rückzubildende Beckenbodenmuskulatur kann einsam machen. „Ich habe angefangen aufzuschreiben, was mir alles passiert: Lustiges, aber auch Ärgerliches“, sagt Hacke. Alles im ersten eigenen Soloprogramm, einer Mischung aus Stand-up-Comedy, Satire und Musik, stamme komplett aus seiner Feder, berichtet er stolz. Regie führt mit Sigrid Dettlof vom Theater Combinale in Lübeck eine ebenfalls sehr erfahrene Schauspielerin und Regisseurin.

Schlichte Witzchen über Geschlechter-Klischees möchte Hacke, der auch Songs im Programm hat, nicht bemühen. Sondern eher brechen. Selbstironie dürfe dabei keinesfalls fehlen, ist er fest überzeugt. Und so gibt es auch ein paar fiesere Bemerkungen etwa über die berüchtigte „Rosa-Hellblau-Falle“ oder anderer Erziehungsthemen: „Meine Idee ist, dass die Leute sich erst einmal warm lachen, und dann darf es auch mal ein bisschen böser werden.“

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Ein Artikel von
Beate Jänicke

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