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Flüchtlings-Groteske in Hamburger Privattheater

Theater Flüchtlings-Groteske in Hamburger Privattheater

Die richtige Aufführung zur richtigen Zeit: Philipp Löhles Gesellschafts-Groteske zur Flüchtlingsproblematik "Wir sind keine Barbaren" hat am Mittwochabend unter großem Beifall Premiere gefeiert.

Hamburg. Messerscharf und schwarzhumorig inszenierte Murat Yeginer das Anfang 2014 in Bern uraufgeführte Vier-Personen-Stück im Hamburger Theater Kontraste der Komödie Winterhuder Fährhaus.

Die Darsteller Meike Anna Stock, Konstantin Graudus, Rabea Lübbe und Tino Führer verkörpern typisch deutsche Grundeinstellungen, als ein unbekannter Ausländer nachts an der Wohnungstür klingelt. Von pathostriefender Einfühlung bis zu eiskalter Ablehnung und Besitzstandswahrung reicht das Spektrum. Vor einer Kulisse aus bunten Abfalltonnen, die der Deutschen Liebe zur Mülltrennung signalisiert (Ausstattung: Telse Hand), entfaltet sich die erst brüllend komische, dann sich alptraumartig steigernde Geschichte.

Ein "Heimatchor", der immer wieder aus den Tonnen auftaucht, skandiert Verse wie "Da sind wir, und da sind die anderen, wir passen nicht zusammen." Vom preisgekrönten Dramatiker Löhle (37) hatte das Theater Kontraste 2012 bereits das Werk "Der Wind macht das Fähnchen" gezeigt.

dpa

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