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Folk Baltica Aus voller Kehle

Vom 23. April bis 1. Mai werden Musiker aus neun Nationen zu Gast sein bei der 11. Folk Baltica. Mit dem Motto „Stimmen“ stellte der künstlerische Leiter Harald Haugaard in Flensburg den Schwerpunkt 2016 vor.

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Festivalleiter Harald Haugaard gestern mit der diesjährigen Schwerpunkt-Künstlerin Keike Faltings.

Quelle: Andreas Guballa

Flensburg. „Musik kennt keine Grenzen. Auch wenn man in verschiedenen Sprachen singt, versteht jeder den Ausdruck und die Botschaft des Gesangs. Zu dieser These wollte Folk Baltica schon immer beitragen“, so der Musiker, der seit 2013 das Festival leitet. „Deutsche und dänische Liedermacher, schwedische und finnische Vokalensembles, kleine estnische und lettische Chöre, portugiesischer Fado-Gesang, irische Balladen, ein südjütischer Mädchenchor und schweizerischer Obertongesang machen das Programm lebendig und zeigen die Bandbreite der menschlichen Stimme sowie die Musik als vokale Ausdrucksform,“ verspricht der 40-Jährige.

 Nach einem Auftaktkonzert in Husum am 23. April wird das Festival offiziell eröffnet am Mittwoch, den 27. April im Alsion in Sonderborg mit dem vor drei Jahren gegründeten Jugendensemble aus 50 jungen Talenten von beiden Seiten der deutsch-dänische Grenze. Eine Reihe der Festivalkünstler, darunter das schwedische Vokalensemble Kraja und das finnische Gesangsquartett Kardemimmit, werden das Ensemble unter Leitung von Harald Haugaard begleiten und das Thema „Stimmen“ widerspiegeln.

 Als Hauskünstlerin wurde die Sängerin und Geigerin Keike Faltings von der Insel Föhr eingeladen, die bereits im letzten Jahr mit ihrer Band Kalüün beim Festival begeisterte. „Ich freue mich auf den musikalischen Austausch und kann es kaum erwarten, die Stücke, an denen wir gearbeitet haben, vorzustellen,“ so die Musikerin. „Keike Faltings hat ihre Wurzeln in der starken und lebendigen Musiktradition auf Föhr und ihre einnehmende und klare Stimme ist ein herausragendes Zeichen für die aktuelle Folkmusik aus unserer Region“ ist Harald Haugaard begeistert. „Sie passt daher wunderbar zur Folk Baltica. Während des Festivals zeigt sie ihr großes Talent in vielen Facetten und Zusammenhängen, unter anderem in dem zu diesem Anlass gebildeten Trio mit dem finnischen Multiinstrumentalisten Antti Järvelä und der deutschen Groove-Cellistin Susanne Paul.“ Bei der Folk Baltica 2016 wird sie mit dem Folk Baltica Ensemble beim Inselkonzert auf Föhr, mit ihrer Band in Bad Oldesloe und mit ihrem Trio in Husum und am 30. April im KulturForum Kiel zu erleben sein. Den zweiten Teil des Kieler Konzerts gestaltet das Duo von Cathy Jordan (Gesang) und Roger Tallroth (Gitarre), die ihre persönlichen musikalischen Wurzeln mit den Einflüssen der irischen Musik verknüpfen und um zusätzliche schwedische Elemente anreichern. Weitere Konzerte in der Region gibt es in Büdelsdorf (29.4.: „Traditionen & Träume“), Eckernförde (29.4.: „Musikalische Geschichten aus Norwegen“), Kappeln (28.4.: „Stimmen vom Firmament“) und Schleswig (1.5.: „Tor zum Himmel“).

 Dank neuer Sponsoren und unveränderter öffentlicher Zuwendungen konnte das Budget für die Folk Baltica um 40000 Euro auf 280000 Euro für das Jahr 2016 gesteigert werden. „Das bedeutet neue Spielstätten, mehr Konzerte und mehr Künstler“ freut sich Geschäftsführerin Juliana Thun.

  www.folkbaltica.de

Von Andreas Guballa

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