25 ° / 16 ° Regenschauer

Navigation:
Songs entfalten infektiöse Wirkung

Friska Viljor Songs entfalten infektiöse Wirkung

Friska Viljor weiß, wie man feiert. In der Pumpe in Kiel bleibt den Konzertbesuchern deshalb auch gar nichts anderes übrig, als sich zu dem ansteckenden, süßlichem Indie der schwedischen Frohnaturen zu bewegen, zu tanzen und mitzusingen.

Voriger Artikel
Auf der Achterbahn der Gefühle
Nächster Artikel
Ausdrucksstark und aktuell

Zum Schluss und nach der zweiten Zugabe wird der Pegel von der Band Friska Viljor dann heruntergefahren.

Quelle: Michael Kaniecki

Kiel. Daniel Johansson und Joakim Sveningsson beschlossen nach einer durchzechten Nacht im Januar 2005, in der sie ihren Liebeskummer ertränkten, die Band Friska Viljor zu gründen. Gerade in der Anfangszeit reihte sich Exzess an Exzess. Die Schweden wissen also wie man feiert. Den gut gefüllten Saal in der Kieler Pumpe holt der Fünfer aus Stockholm auf dem ersten Konzert ihrer Deutschland Tour schon zum Beginn mit dem Opener und größten Hit Shotgun Sister ab. So wird’s gemacht. Sofort ist das Publikum da.

Das Händchen für catchy Refrains scheint auch bei den folgenden Songs vom aktuellen Album My Name Is Friska Viljor wie My Boys oder On My Sofa I’m Safe stets durch. Der Masse bleibt gar nichts anderes übrig als sich zu dem ansteckenden, süßlichem Indie der schwedischen Frohnaturen zu bewegen, zu tanzen und mitzusingen. Eines der Markenzeichen der Band, ihren Sound mit verschiedensten Instrumenten wie Mandoline, Ukelele und einer Trompete anzureichern, setzen sie auch auf der Bühne ausgereift um. Dazu das blutvolle Keyboard von Emil Nilsson und die Songs entfalten ihre infektiöse Wirkung.

Die andächtigeren und weniger peppigen Nummern Manwhore und Useless kommen ebenfalls gut an und passen zur komplett in weiß gekleideten Band. Auch die wildesten Feiertiere brauchen mal eine Pause. Aber nur um anschließend erneut mit aufgedrehtem Indie-Pop weit auszuholen. Gitarrist und Sänger Joakim Sveningsson empfiehlt, na klar, „to have some refreshments“, bevor es sich zu allerhand Bandklassikern aus dem Fundus von mittlerweile sechs Alben ausgezeichnet in die Nacht tanzen lässt. Bite Your Head Off, On And On und Old Man. Kein Wunsch bleibt offen, kein Bein steht mehr still. Von Song zu Song geht der Saal immer ein Stück weiter gen Decke. Der Folk Einschlag bei Wohlwill und If I Die Now tut sein Übriges dazu.

Zum Schluss und nach der zweiten Zugabe wird der Pegel von der Band dann heruntergefahren. Die Akkorde von Shotgun Sister erklingen erneut und Band und Publikum singen zusammen aus einer Kehle. Der rauschende Applaus zum Abschied erreicht dann verdientermaßen wieder vorherige Feiersphären.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
ANZEIGE
Mehr aus Nachrichten: Kultur 2/3