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BBK Westfalen im Brunswiker Pavillon Antworten aus Dortmund

Im Januar war der Bundesverband Bildender Künstler Schleswig-Holstein (BBK-SH) zu Gast in Dortmund, wo der BBK Westfalen unter dem Titel „u.A.w.g – um Antwort wird gebeten “ zu einer Gemeinschaftsausstellung geladen hatte. Die Antwort folgte prompt in Gestalt einer facettenreichen Schau im Brunswiker Pavillon – exklusiv für 30 ausgewählte westfälische Kollegen.

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Ein Blick in die Gemeinschaftsausstellung „u. A. w. g. (um Antwort wird gebeten)“, hier mit dem Künstler Karl-Ulrich Peisker, im Brunswiker Pavillon.

Quelle: ehr - Marco Ehrhardt

Kiel. Die hatten eigens zum Thema gearbeitet und so gibt es in den klassischen Techniken Malerei und Grafik, Fotografie, Skulptur und Installation allerhand Motive aus dem Umfeld von Dialog und Kommunikation zu sehen. Ohren tauchen in abstrakten Kontexten auf, ein Telefonhörer ohne Anschluss oder ein Wust aus Telefonkabeln, als grafisches Liniengewirr in Bangkok festgehalten mit der Kamera von Axel Mosler. Auf die digitalisierte Gesellschaft spielt ein Gemälde mit binären Zahlencodes an, andere schwelgen thematisch losgelöst in abstrakten Kompositionen aus Farbe, Form und Fläche.

 Geheimnisvolle Kurzgeschichten stecken in einer Bildserie von Viktor Cleve, der „schwebende“ Objekte mit figurativen Konturzeichnungen überlagert. „Aus dem Zusammenspiel von Objekt, Zeichnung und Titel kann jeder sich seine eigene Geschichte zurechtlegen“, so der Künstler. Kuriose Lügengeschichten hat Udo Unkel seiner filigranen Pinocchio-Figur zugesellt, deren schlanke Figürlichkeit bei Alberto Giacometti entlehnt scheint. Ein Plädoyer für die ökologische Vernunft ist das fotografische Diptychon von Karl-Ulrich Peisker, der organische und synthetische Fundstücken aus dem Watt gegenüberstellt.

 Briefe sind ein wiederkehrendes Motiv. Roswitha Petry-Hamann etwa lässt auf handgeschöpftem, dickwandigen Büttenpapier Farbfelder mit kryptischen Handschriften verschwimmen. Vergilbte Feldpost ist Gegenstand der Arbeit von Petra Eckard. In einer Collage-Serie versenkt sie antiquierte Umschläge zwischen steinern anmutenden Flächen, darunter stapeln sich die Botschaften säuberlich zusammengebunden als Installation. Eine Flut von Protest-Briefen, mit der ein Grünen-Parlamentarier aus ihrem privaten Umfeld überschwemmt wurde, hat Rita Schwalgin zu einem abstrakten Wald sortiert. Titel: „Die Bäume würden Trauer tragen.“

 Brunswiker Pavillon. Bis 19. Juni. Di- Do 10-17 Uhr, Fr -So 11-16 Uhr

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