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George R. R. Martin nicht mehr am Set von Game of Thrones

Literatur George R. R. Martin nicht mehr am Set von Game of Thrones

Fantasy-Schriftsteller George R.R. Martin (66) beteiligt sich kaum noch bei "Game of Thrones", der auf seinen Büchern basierenden TV-Serie. "Ich versuche zwischen dem, was sie in der Show machen und dem, was ich in den Büchern schreibe, zu trennen", sagte er am Montag auf einer Pressekonferenz in Hamburg.

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Der US-amerikanische Autor George R.R. Martin am 21.06.2015 in Hamburg.

Quelle: Bodo Marks

Hamburg. Am Sonntag hatte er im Kongresszentrum vor 3000 Fans aus dem "streng geheimen" Manuskript des sechsten Teils seiner Serie "Das Lied von Eis und Feuer" mit dem Titel "The Winds of Winter" vorgelesen.

Seit Jahren sei er nicht am "Game of Thrones"-Set gewesen, sagte Martin. Das Skript für die fünfte Staffel habe er nicht geschrieben; auch bei der sechsten sei er nicht dabei. Der Grund: Die TV-Show und die Bücher würden zunehmend auseinanderklaffen. Er gerate durcheinander, wenn er an beidem arbeite. Das bedeute nicht, dass er mit der TV-Serie unzufrieden sei: "Ich kann mich nicht beschweren." Wann das Manuskript von "The Winds of Winter" vollendet ist, bleibt weiter offen: "Ich plane zumindest nicht, bald zu sterben."

Martin zufolge gibt es zwei Arten von Schriftstellern: Architekten und Gärtner. Der Architekt plane alles, bevor er schreibt, habe eine Blaupause der Geschichte und wisse, wie alles konstruiert ist. Der Gärtner jedoch, zu dem sich Martin zählt, buddele, pflanze Samen und schaue, was wachse. Schreiben sei für ihn ein Prozess, bei dem es stets Offenbarungen gebe.

Eine solche Offenbarung, und zwar bezüglich eines Charakters, hatte Martin auch in der Nacht nach seinem Auftritt in Hamburg, wie er erzählte. Gewiss sei, dass eine Figur stirbt. "Doch nun weiß ich, wie." Was Martin nicht weiß, ist, woher all seine Ideen kommen: "Sie kommen einfach. Sollte das irgendwann aufhören, bin ich in ernsthaften Schwierigkeiten."

dpa

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