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Schleswig bleibt dem Landestheater treu

Gesellschafterversammlung Schleswig bleibt dem Landestheater treu

Generalintendant Peter Grisebach freut sich über ein „tolles Signal“ aus Schleswig: Der Hauptausschuss der Stadt hat sich in seiner jüngsten Sitzung klar zum Landestheater bekannt.

Schleswig. Man werde, so beschlossen die Kommunalpolitiker mit nur einer Gegenstimme, vom Kündigungsrecht keinen Gebrauch machen und damit Gesellschafter bleiben – wenn auch die anderen Gesellschafter in der entscheidenden Versammlung am Freitag die gutachterlich untermauerten Beschlüsse zur Zukunftssicherung des Landestheaters mittragen. Das Konzept sieht u.a. die Verlagerung des Verwaltungssitzes nach Rendsburg vor. Über den künftigen Gesellschafterbeitrag Schleswigs, künftig nicht mehr Produktions-, sondern Abstecherort, muss noch verhandelt werden.

Der Hauptausschuss sprach sich auch dafür aus, das bisherige Provisorium Slesvighus für bis zu zwölf weitere Jahre als Schleswiger Spielstätte zu nutzen. Entsprechende Verträge sollen mit dem Eigentümer Sydslesvigsk Forening (SSF) geschlossen werden. Und der habe bereits grundsätzliche Bereitschaft signalisiert. „Ich bin sehr froh, dass ich endlich die Erblast der Theaterfrage gelöst habe“, freute sich Bürgermeister Arthur Christiansen. Und Peter Grisebach ist erleichtert, den jährlich rund 24000 Theaterbesuchern an der Schlei nun eine konkrete und seit 2012 schon weithin akzeptierte Perspektive bieten zu können.

 Schleswig werde mit diesen Beschlüssen auch seiner Verantwortung als wesentlicher Partner der Landestheater GmbH gerecht, sagte der Bürgermeister: „Vor diesem Hintergrund kann ich mir nicht vorstellen, dass auch nur irgendjemand der anderen Gesellschafter von seinem Kündigungs- recht Gebrauch machen wird. Denn mit der Entscheidung Schleswigs fehlt letztlich der sachliche Grund für eine mögliche Kündigung“. Genau darauf setzt auch der Generalintendant. Vor allem in den Kreistagen von Nordfriesland und Dithmarschen hatte es jüngst jedoch Diskussionen gegeben, womöglich die Gesellschaft zu verlassen. In Nordfriesland tagt der Kreistag morgen, in Dithmarschen erst wieder im Juli.

 Die Stadt Schleswig strebt derweil „selbstverständlich“ weiter eine neue multifunktionale Spielstätte an – nun aber, so Christiansen, „mit Ruhe und Bedacht“.

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Ein Artikel von
Konrad Bockemühl
Ressortleiter Kulturredaktion

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