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Hamburg: Beifall für Komödie um "Mutti" Merkel

Theater Hamburg: Beifall für Komödie um "Mutti" Merkel

Prasselnder Applaus für "Mutti": Die gleichnamige Politkomödie von Juli Zeh und Charlotte Roos hat am Donnerstag in Hamburg erfolgreich Premiere gefeiert. Pointiert und pointenreich zeigt die junge Regisseurin Ayla Yeginer das groteske Stück um Bundeskanzlerin Angela Merkel und drei ihrer Koalitionskollegen in der Reihe "Kontraste" der Komödie Winterhuder Fährhaus.

Hamburg. Der Kampf persönlicher Befindlichkeiten steht dabei im Vordergrund. Situation ist eine Familienaufstellung, zu der Sigmar (Pascal Pawlowski) aufgerufen hat: Dem Volkstribun in roten Socken missfällt die Art und Weise, wie "Mutti" Merkel Entscheidungen entweder gar nicht oder im Alleingang trifft.

In der Titelrolle begeisterte Kerstin Hilbig, die von der trockenen Rhetorik bis zur "Raute" ihrer Hände die Aura der Kanzlerin beherrscht. Leidenschaft beweist sie nur für das parallele WM-Finale beim Fußball. Auch Juliette Groß als zickige Ursula und Tobias Kilian als stimmlich frappierender Horst beteiligten sich an der Psychositzung unter einem exzentrischen Therapeuten (Philipp Weggler). Zur Uraufführung war "Mutti" im Mai 2014 durch das Deutsche Nationaltheater Weimar bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen gekommen. 

dpa

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