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The Cure: Hits satt mit dreimal Nachschlag

Blitz-Kritik The Cure: Hits satt mit dreimal Nachschlag

Am Ende sind die rund 12 000 Fans schier trunken vor Seligkeit. Fast drei Stunden lang haben The Cure ihnen in der Barclaycard Arena, erste deutsche Station der Europatour, ein Programm geboten, das kaum einen Wunsch offen ließ.

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The Cure in der Barclaycard Arena - ihre erste deutschen Station in der Europatour.

Quelle: Manuel Weber

Hamburg. Hits und Raritäten und sogar unveröffentlichte Songs waren ihnen versprochen worden, dazu eine brandneue Show. Die britische Rockband um Sänger Robert Smith tat weit mehr als das: Nach einem regulären Set mit 20 Stücken gaben The Cure drei Zugaben mit nicht weniger als 15 Songs!

Das Programm

„It Can Never Be The Same“ ist dann allerdings das einzige neue Stück im Set und sicher daher auch das einzige, das von Smith ansagt wird. Ein starker, getragener, kühler, trauriger Song mit greinenden Gitarren. Von den Hits und Klassikern bleibt die Band kaum einen schuldig, spielt etwa „Friday I’m In Love“, „A Forest“, „Boys Don’t Cry“, „Close To Me“, „Pictures Of You“, „Primary“, „Charlotte Sometimes“, „Why Can’t I Be You“; sogar „The Love Cats“ lassen sie nicht aus. Außerdem gibt’s ein paar Exoten wie „Burn“, „Shake Dog Shake“ oder „Trust“.

Hier finden Sie Fotos vom Konzert in Hamburg.

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Das Publikum

Bunt gemischt, sowohl was Alter und Outfit betrifft. Kajal hier und da oder dekorativ-zerrissene schwarze Strumpfhosen an Frauenbeinen sind seltene Hinweise auf Affinitäten zu Post-Punk- oder Gothic-Szene. Ansonsten steht in Bierbecher-Vorhalte der korpulente Schlabberpulli-Träger einträchtig neben dem gegelten Beau im Jackett, sitzt der vom  Smartphone-Display hypnotisierte Twen neben dem grauhaarigen Jeansjackenträger im ersten Rang.

Was in Erinnerung bleibt

Die drei Zugaben natürlich. Das war wie ein kompletter zweiter Konzertteil und schenkte dem Publikum unverhofft noch einen ganzen Haufen Lieblingssongs, von denen wohl einige von vielen wohl schon als leider ungespielt abgeschrieben worden waren. Außerdem, wie Tausende bei „A Forest“ spontan die beiden charakteristischen Basstöne mitgeklatscht haben. Und der lange, herzliche Dank von Robert Smith ans Publikum am Ende als letzter auf der Bühne.

Fazit

Ein Triumph. Hoffentlich dauert es nicht wieder acht Jahre bis zu den nächsten Konzerten in Deutschland. Und hoffentlich gibt es irgendwann noch mal ein neues Album.

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