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Hamburger Kunsthalle einigt sich mit jüdischer Familie

Kunst Hamburger Kunsthalle einigt sich mit jüdischer Familie

Die Hamburger Kunsthalle hat sich mit der Erbengemeinschaft des früheren jüdischen Kunstsammlers Michael Berolzheimer (1866-1942) über den Verbleib von vier Werken geeinigt.

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Die Hamburger Kunsthalle ist zu sehen.

Quelle: Bodo Marks/Archiv

Hamburg. Zurückgegeben wurden die beiden Zeichnungen "Französische Berglandschaft mit Fluß, Brücke und Ortschaft" (1819) von Constant Bourgeois (genannt Bourgeois du Castellet) und "Verfallenes Bauernhaus" (undatiert) von Eugène Isabey, wie die Kunsthalle am Donnerstag mitteilte.

In ihrer Sammlung bleiben zwei Exponate, die zurückgekauft wurden. Es handelt sich um das Werk "Zusammenkunft der Pharisäer" (um 1630/1635) des holländischen Malers Claes (Nicolaes) Cornelisz. Moyaert sowie die Zeichnung "Sitzender Mandolinenspieler" (1642) des Österreichers Johann Septimius von Joerger.

Unter dem NS-Regime war die jüdische Familie Berolzheimer massiven Repressalien ausgesetzt, so dass sie 1938 in die USA emigrierte und ihre Sammlung großteils zurücklassen musste. Diese wurde im März 1939 versteigert. Es bleibe eine Selbstverständlichkeit, Werke aus der Sammlung zurückzuerstatten, die auf unrechtmäßigem Wege zur Kunsthalle gekommen seien, teilte Kunsthallen-Direktor Hubertus Gaßner mit.

Der Anwalt Berolzheimer stammte aus einer Fürther Industriellenfamilie und lebte seit 1905 in Untergrainau bei Garmisch-Partenkirchen. Seine Sammlung von Handzeichnungen umfasste mehr als 800 Blätter Alter Meister und Arbeiten des 19. Jahrhunderts sowie 600 druckgrafische Blätter.

dpa

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