4 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Vom Charme des Unperfekten

Hanne Nagel-Axelsen Vom Charme des Unperfekten

Zwei Tage nach ihrem 75. Geburtstag am 19. Mai wird die Künstlerin Hanne Nagel-Axelsen am Sonntag auf Schloss Gottorf mit dem Baumkunstpreis ausgezeichnet - ein Preis, der 1999 von Günther Fielmann gestiftet wurde und seitdem jährlich an namhafte Künstler verliehen wird.

Voriger Artikel
Ohren auf bei Raritäten von Gounod
Nächster Artikel
Künstlerkolonie Heikendorf auf Reisen

Zwei Tage nach ihrem 75. Geburtstag am 19. Mai wird die Künstlerin Hanne Nagel-Axelsen am Sonntag auf Schloss Gottorf mit dem Baumkunstpreis ausgezeichnet.

Quelle: Marco Ehrhardt

Kleinflintbek. Pünktlich um 11 Uhr wird ihr Baumbild „Wald mit Tieren“ von Robert Habeck und Kirsten Baumann, Direktorin der Landesgeschichtlichen Sammlung enthüllt. Bis dahin bleibt das Motiv geheim.  Die gebürtige Dänin lernte während ihres Kunststudiums in Hamburg ihren späteren Ehemann Peter Nagel kennen.

Während ihr Mann schon früh als Maler erfolgreich war, stellte sie ihre künstlerischen Ambitionen zunächst zugunsten der  Familie in den Hintergrund.  Ihre erste Einzelausstellung bekam sie anlässlich ihres 50. Geburtstages im Dr. Bamberger-Haus in Rendsburg und wurde als Künstlerin danach stärker wahrgenommen - 1993 erhielt sie den Landesschaukunstpreis des BBK,  2015 widmete die Landesbibliothek Schleswig-Holstein ihr eine große Retrospektive.

In ihrer archaisch anmutenden,  mit fantastischen Tierwesen bevölkerten Bildwelt thematisiert die leidenschaftliche Tierfreundin unter anderem die Hilflosigkeit der schwachen Kreatur gegenüber den Menschen.   Neben Spontaneität steht dabei für sie die Lust am Experimentieren  an erster Stelle. „Ein Bild wird nur gut, wenn man experimentiert“, sagt sie. „Ich will auf der Leinwand eine Spannung erzeugen. Und die entsteht durch das Zusammenspiel aus Form, Inhalt und Farbe.“                                                    

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten: Kultur 2/3