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Ein Chamäleon führt durchs neue Programm

Hansa 84 Ein Chamäleon führt durchs neue Programm

Aus seiner Sicht sei es eine „Win-win-Situation“, sagt Jan-Hinnerk Wittmerhaus. In der Hand hält der Assistent von Nils Aulike, Leiter des Kulturbüros in der Hansa48, das aktuelle Programm des Kieler Kulturzentrums zur Wiederöffnung nach der Sommerpause.

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Das Chamäleon hat die Muthesius-Studentin Leonie L. Meyer gezeichnet.

Quelle: hansa48

Kiel. Dominiert wird der Flyer von einem verstrahlt glotzenden Chamäleon mit Zylinder und Skateboard, den Schwanz um eine Ananas gewickelt und auf der Zungenspitze einen Kirschen-Zwilling. Schöpferin des Wesens wie auch Gestalterin des ganzen Faltblatts ist Leonie L. Meyer, die seit 2012 an der Kieler Muthesius Kunsthochschule das Fach Kommunikationsdesign studiert.

 Der von Wittmerhaus prognostizierte doppelte Gewinn resultiert aus der neuen Kooperation zwischen der Mu-Schule und der Hansa48. Angebahnt hat sie der Illustrator Gregor Hinz, bekannt auch als Part des Kieler Comic-Zeichner-Teams „Pure Fruit“. Hinz, der auch das knallbunte Plakat für das „Local Heroines Festival“ zur morgigen Eröffnung der neuen Hansa48-Saison entworfen hat, hatte Anfang Juni als Gastdozent einen Workshop an der Mu-Schule gegeben. Da er im Frühjahr selbst Hansa48-Programm gestaltet hatte, wurde im Gespräch mit Markus Huber, Professor für Illustration, die Idee einer Illustration durch die Studenten geboren. Die für ihre kreativen Beitrag von der Hansa48 nicht nur entlohnt werden, sondern dort auch die Ausstellungsräume nutzen dürfen, um ihre Arbeiten zu präsentieren.

 Wie alle künftigen Illustratoren des Flyers aus den Reihen der Mu-Studenten war auch die Kielerin Leonie Meyer frei in der Gestaltung – einzig das Hansa48-Logo und die Basis-Infos auf der Rückseite waren Pflicht. Als Untergrund hat die 24-Jährige ein helles, marmoriertes Violett gewählt. Motive wie die erwähnte Ananas sowie Elefanten, Schnecken, Hunde oder Hirschkäfer finden sich auf der Homepage der freiberuflichen Illustratorin, die sich eine „Passion für Dotworking und surreale Gedanken“ attestiert. Ihre Zeichnungen zeigt sie in der Hansa48 in ihrer Ausstellung Geschöpfungen, ihre erste Schau mit eigenen Arbeiten.

 Beim „Local Heroines Festival“ zur Wiedereröffnung sind Sexto Sol mit ihrem Latin-Ska-Reggae-Rock-Gebräu ein Garant für schweißtreibende Konzerte. Mood Change aus Kiel empfehlen sich als „neue PunkIndieGaragePost-Keule“, und Rainer Heartbeat will mit den Gästen ein paar Runden „Zersteigern und Verstören“ spielen: Hier landet krudes Liedgut auf dem Plattenteller, und wenn beim Startgebot von zehn Cent keiner bietet, schweigt diese Rille für immer.

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