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„Professionell verkleinert“

Kultur- und Wissenschaftssenat „Professionell verkleinert“

Ende September wird der neue, „professionell verkleinerte“ Kieler Kultur- und Wissenschaftssenat erstmals zusammenkommen. Wie er sich zusammensetzt, steht jetzt fest. Die Ratsversammlung folgte den Vorschlägen des Kulturdezernenten Wolfgang Röttgers.

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Vorsitzender Prof. Lutz Kipp

Quelle: CAU

Kiel. Neben den Präsidenten der drei Kieler Hochschulen werden dem Senat künftig „vier Persönlichkeiten des kulturellen Lebens“ angehören: Dr. Anette Hüsch (Direktorin und Kuratorin an der Kunsthalle zu Kiel), Daniel Karasek (Generalintendant und Regisseur am Theater Kiel), Feridun Zaimoglu (Schriftsteller und Kieler Kulturpreisträger 2010) sowie, am ehesten überraschend, die Musikerin Johanne Wiebke Pries (Lehrerin und Sängerin der Kieler Band „Tiffany“). Bei seinen Vorschlägen hätten Fachlichkeit, Ausstrahlung und Persönlichkeit eine Rolle gespielt, sagt Röttgers, der als Kulturdezernent im Senat eine beratende Stimme hat: „Mehr Strahlkraft“ ist das Ziel.

 Uni-Präsident Prof. Lutz Kipp freut sich als Vorsitzender des Kultur- und Wissenschaftssenates „auf die zukünftige produktive Zusammenarbeit“. Die Muthesius-Kunsthochschule ist mit ihrem Präsidenten Arne Zerbst im Senat vertreten, die Fachhochschule Kiel mit Präsident Prof. Udo Beer.

 Mit der Wahl in nichtöffentlicher Sitzung ist die auf kommunikativer Ebene nicht reibungslos verlaufene Neuordnung des Senats abgeschlossen. Laut Nachtragssatzung endet die Mitgliedschaft der bisher 14 Senatoren vorzeitig zum 30. August. Im verkleinerten Kreis will der Senat künftig auch „neue Veranstaltungsformate an der Berührungsfläche von Wissenschaft und Kultur entwickeln“. Als abstraktes Ziel wird in der neuen Satzung formuliert, „die Sichtbarkeit von Wissenschaft und Kultur in Kiel zu steigern“. Der Dialog mit dem Kultur- wie mit dem Wirtschaftsausschuss soll intensiviert werden. Ob sich der reformierte Kultur- und Wissenschaftssenat auch in aktuellen kulturpolitischen Diskussionen verstärkt positionieren wird, muss sich zeigen.

 Unverändert und in bewährter, jahrzehntelanger Tradition wird das Gremium die Preisträger für den Kulturpreis, den Förderpreis Kultur und den Wissenschaftspreis vorschlagen. Ab 2017 soll noch ein ebenfalls mit 10000 Euro dotierter Innovationspreis für herausragende Leistungen im angewandten technologischen Bereich dazukommen.

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Ein Artikel von
Konrad Bockemühl
Ressortleiter Kulturredaktion

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