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„Null Bock ist nichts für uns“

Integration Song Contest in der Pumpe „Null Bock ist nichts für uns“

Zum fünften Mal hatten Schülerinnen und Schüler aus ganz Schleswig-Holstein beim „Integration Song Contest“ (Insoco) in der Kieler Pumpe die Gelegenheit, ein selbst komponiertes Lied vor Publikum zu präsentieren.

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Insoco Wettbewerb in der Kieler Pumpe - die Sieger: Project V

Quelle: Björn Schaller

Kiel. Rebar atmet noch mal tief durch. Der 15-Jährige steht mit seinen Mitschülern auf der großen Bühne in der Pumpe. Gleich sollen sie ihren Song Verantwortung spielen. Die mitgereisten Mitschüler aus Husum jubeln schon. Dann fängt die Band der Ferdinand-Tönnies-Schule an zu spielen, und Rebar singt ins Mikrofon: „Verantwortung – sei ein Vorbild für die Anderen. Verantwortung – steh zu Dir selbst.“

 Zum fünften Mal hatten Schülerinnen und Schüler aus ganz Schleswig-Holstein beim „Integration Song Contest“ (Insoco) die Gelegenheit, ein selbst komponiertes Lied vor Publikum zu präsentieren. „Verantwortung“ lautet das diesjährige Thema, das die Husumer Schüler gleich zum Titel ihres Liedes gemacht haben. „Ziel des Wettbewerbs ist, dass sich Jugendliche in Gemeinschaftsarbeit eine Position erarbeiten und in ihrem Song dazu stehen“, erklärt Martin Weber, der für die ZBBS (Zentrale Bildungs- und Beratungsstelle für MigrantInnen in Schleswig-Holstein) das Projekt ins Leben gerufen hat und organisiert.

 Auf der Bühne machen sich Vox Humana bereit. Die Mädchen und Jungen der Grund- und Gemeinschaftsschule aus Barmstedt tragen alle schwarze T-Shirts, auf denen in gelber Schrift der Name des Bandprojektes steht. „Verantwortung fängt im Kleinen an. Null Bock ist nichts für uns“, singen sie. Jede Band hat in ihrem Lied einen anderen Schwerpunkt gesetzt und Verantwortung anders interpretiert. Verantwortung für ein friedliches Zusammenleben, für einen Freund oder für den Familieneinkauf. Jeder singt über das, was ihm am wichtigsten war.

 Während Vox Humana noch spielen, läuft die nächste Band aufgeregt in den Backstagebereich. Die anderen Wettbewerbsteilnehmer stehen im Publikum und klatschen im Rhythmus, einige singen mit. Alle haben sich gerade erst kennengelernt und hören die Songs der anderen zum ersten Mal. Aber von Konkurrenz ist nichts zu spüren.

 Das beobachtet Martin Weber jedes Mal. Er steht im Publikum und schaut auf die singenden Schüler: „Der Wettbewerb stärkt den Zusammenhalt, vor allem innerhalb der Bands.“ Für das Projekt kommen Schüler zusammen, die vorher nicht viel miteinander zu tun hatten, entdecken ihre Talente. Das Ziel: ein gemeinsames Lied. Dieses Gemeinschaftsgefühl überträgt sich auf den gesamten Wettbewerb.

 Die Jury kürt die Husumer Schüler und ihren Song zum Sieger. Der Preis: eine Tonstudioaufnahme. Aber das ist fast schon egal. Denn auch bei Insoco gilt: Dabei sein ist alles.

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Ein Artikel von
Anne-Kathrin Steinmetz
Lokalredaktion Kiel/SH

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