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Caron geht doch nicht nach Hagen

Eutiner Festspiele Caron geht doch nicht nach Hagen

Die Eutiner Festspiele verbreiteten gestern in einer Pressemitteilung ihre „Freude“ darüber, dass „die Intendantin Dominique Caron auch zukünftig ihre ganze Kraft für die Festspiele in Eutin einsetzen wird“.

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Bleibt den Eutiner Festspielen erhalten: Dominique Caron (li.), hier mit Gesellschafter Arend Knoop und Geschäftsführerin Sabine Kuhnert.

Quelle: bkm

Eutin. In Hagen hingegen war die Enttäuschung groß: Caron hat „nach langer Überlegung“ ihre Bewerbung um die Intendanz am Theater Hagen zurückgezogen – und das, nachdem sich eine Findungskommission klar und später auch der Aufsichtsrat recht knapp für sie ausgesprochen hatte. Die Bestätigung durch die Ratsversammlung in Westfalen war eigentlich nur noch Formsache.

 Zu den Gründen der Absage wollte sich gestern niemand äußern. Es ist jedoch kein Geheimnis, dass es auch im Internet eine regelrechte Kampagne gegen Dominique Caron (59) gegeben hatte, mit harscher Kritik an ihren Führungs- und Teamfähigkeiten. Unter anderem hatte sich auch der ehemalige Mannheimer Generalintendant und frühere Zadek-Vize am Deutschen Schauspielhaus Hamburg Ulrich Schwab öffentlich gegen sie stark gemacht. Der Hagener Theater-gGmbH-Aufsichtsratsvorsitzende Sven Söhnchen (SPD) bedauerte Carons Rückzug am Dienstag sehr: „Wir hatten uns auf sie gefreut“. Nun muss weitergesucht werden, um die Spielzeit 2017/2018 planen zu können. Keine leichte Aufgabe angesichts erheblicher Einsparungsvorgaben.

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Ein Artikel von
Konrad Bockemühl
Ressortleiter Kulturredaktion

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