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Der norddeutsche Act beim ESC-Vorentscheid

Joco Der norddeutsche Act beim ESC-Vorentscheid

Kraftvolles Klavier, minimalistische Drums und Stimme hoch zwei – auf diese Kombination setzen die norddeutschen Schwestern Josepha und Cosima Carl, wenn sie am Abend in Köln als Duo Joco mit ihrem Song Full Moon beim ESC-Vorentscheid "Unser Lied für Stockholm" antreten.

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„Wir werden eins, das geht ganz natürlich“: Josepha (rechts) und Cosima Carl als Joco.

Quelle: x

Kiel. Die gebürtigen Kielerinnen, die in Ostfriesland aufwuchsen und nun in Hamburg leben, wollen mit ihrem Sound Europa erobern, was ihnen im Kleinen auch schon gelungen ist. „Wir waren schon in Belgien, Frankreich, Holland und Dänemark auf Tour“, erzählt Cosima im Gespräch mit unserer Zeitung. „Wir mögen andere Länder und ihre Musik. Deshalb finden wir auch den ESC spannend.“

 In den Niederlanden studierte die heute 29-jährige Cosima Klavier und die dreieinhalb Jahre jüngere Josepha Gesang. Nebenbei sangen und spielten sie in unterschiedlichen Bands und arbeiteten als Dozentin und Gesangslehrerin. Vor zwei Jahren kehrten sie nach Norddeutschland zurück, um sich ganz auf Joco zu konzentrieren. „Wenn ich mit meiner Schwester Musik mache, verschmelzen wir“, beschreibt Josepha die besondere Verbindung, die für ein harmonisches Klangerlebnis sorgt. „Durch diese Verschmelzung werden unsere Songs groß. Wir werden eins, das geht ganz natürlich. Das ist etwas sehr Besonderes.“

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Der Sänger Alex Diehl.

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 Jocos Indie-Pop lebt von der Zweistimmigkeit, die stets zwischen Melancholie und Euphorie schwankt. Ihn perfektionierten sie im Popkurs an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater. Ein Dozent war so begeistert, dass er Josepha und Cosima ein Stipendium für eine Plattenaufnahme in den berühmten Londoner Abbey Road Studios organisierte. Dort, wo die Beatles ihre Welthits einspielten, entstand Jocos Debüt-Album Horizon. In nur zwei Tagen spielten sie 13 Songs komplett selbst ein. Produzent Steve Orchard, der unter anderem schon mit U2, Coldplay, und Paul McCartney arbeitete, mischte das Album ab, das im Juni erschien. Über ihn gelangte Jocos Werk auch in die Plattensammlung von McCartney, der die Schwestern per SMS grüßen ließ. „Er fand es cool, dass wir jetzt in Hamburg leben, weil er da ja auch mit den Beatles gespielt hat“, erzählt Cosima.

 Jocos ESC-Song Full Moon ist auf dem Album nicht zu hören. Inspiriert von der Festival-Tour im vergangenen Sommer war er gerade erst fertig, als der NDR sie für den Vorentscheid anfragte. Zuletzt testeten die Schwestern, die seit Sommer auf Deutschland-Tour sind, den Titel live. „Das ist wohl die beste Vorbereitung. Es macht einfach mega-viel Spaß, unsere Musik mit vielen Leuten zu teilen“, sagt Cosima. Für Joco ist der Auftritt in Köln der mit dem bisher größten Publikum. „Das ist schon aufregend, aber gleichzeitig eine tolle Herausforderung“, sagt Cosima. Egal, wie das Votum für die Kielerinnen heute ausfällt, Joco wissen schon, wie es weitergeht: „Im Mai gehen wir auf jeden Fall wieder auf Tour. Und was vorher passiert – gucken wir mal.“

Die Songs der anderen Acs, die beim ESC-Vorentscheid "Unser Lied für Stockholm" antreten, finden Sie hier.

ESC-Vorentscheid, Donnerstag, 20.15 Uhr, ARD. Konzert am Sonntag, 29. Mai, im Knust, Hamburg. Sollte Mitbewerberin Ella Endlich den Vorentscheid gewinnen, könnte sie in Terminnot geraten: Sie müsste nach dem Schlagerfestival am Kalkberg in Bad Segeberg (7. Mai) direkt zum ESC in Stockholm aufbrechen. Denn sieben Tage vor dem Finale starten die Proben zum Songwettbewerb

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