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Jugendclub zeigt „Die Gänsemagd“

Schauspielhaus-Studio Jugendclub zeigt „Die Gänsemagd“

Märchen sind eindeutig - aufgeteilt in Gut und Böse. Oder etwa nicht? Die jungen Darsteller im Alter von 14 bis 19 Jahren des Jugendclubs am Theater Kiel, die am Sonnabend die Premiere ihrer Version des Märchens „Die Gänsemagd“ auf die Bühne des Studios bringen, sehen das jedenfalls nicht ganz so.

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"Die Gänsemagd" im Schauspielhaus Kiel

Quelle: Björn Schaller

Kiel. „Es ist ein bisschen wild und abgefahren“, sagt Theaterpädagogin Merle Böhnhardt über das bunte Gewusel auf der Bühne. Sie hat das Stück mit dem Jugendclub erarbeitet. Das Sujet „Märchen“ hat sich Böhnhardt gezielt ausgeguckt: „Weil ich es spannend finde, dass Märchen einerseits oft grausam, aber andererseits eben Stoff für Kindergeschichten sind.“

Die Magd Liesa begleitet ihre Herrin Prinzessin Aurinia zum Prinzen Ivo, dem Zukünftigen von Aurinia. Auf der Reise nötigt Liesa Aurinia, mit ihr die Rollen zu tauschen, damit sie selbst Prinzessin sein kann. Merle Böhnhardt hat eine eigene Textfassung des Grimm´schen Märchens geschrieben: „Es besteht aus fortlaufenden Szenen, einer durchgehend erzählten Geschichte mit festen Rollen.“ Manches hat Böhnhardt inhaltlich erweitert.

Dabei geht es in der Geschichte um verschiedene Aspekte. Etwa „um Freundschaft und Verrat“, wie Mitspielerin Anna Mendelssohn meint. Etwas, das man in abgeschwächter Form auch selbst kenne, so Rieke Breffka, die außerdem findet: „Die Magd bekommt immer nur das Schlechtere ab, und die Prinzessin ist ganz schön verwöhnt.“ Auch Merle Gramberg sagt: „In unserem Stück ist keiner hundertprozentig gut oder böse, es gibt viele Graustufen.“

Premiere: Sonnabend, 20.5., 20.30 Uhr; Sonntag, 21.5., 19.30 Uhr, Studio des Schauspielhaus Kiel

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