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Lounge und Leseratten

Literaturhaus SH erweitert junges Programm Lounge und Leseratten

Als vor einigen Jahren das enorm umtriebige Kinder- und Jugendprogramm am Literaturhaus eingestellt wurde, hinterließ das eine echte Lücke. Jetzt weiten Literaturhauschef Wolfgang Sandfuchs, Volontärin Juliana Kálnay und Mitarbeiterin Sara Dusanic das Programm wieder aus.

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Im Juni geht es um Heimat, die zur Fremde wird, mit der in Berlin lebenden Iranerin Shida Bazyar.

Quelle: joachim Gern

Kiel. . Die verbesserte personelle Ausstattung macht es möglich; außerdem fördert der Sponsor Investitionsbank Schleswig-Holstein gezielt das junge Programm. So wird im neuen Jahr nicht nur die Textwerkstatt für Jugendliche mit dem Kieler Schriftsteller Christopher Ecker fortgesetzt, es gibt seit vergangenem Herbst auch wieder eine Gruppe, in der sich Leseratten von acht bis 18 versammeln und Buchempfehlungen geben. Im Netz sind unter leserattenkiel.wordpress.com schon erste Kritiken zu lesen; am 10. März stellen die Nachwuchskritiker um Juliana Kálnay in der Buchhandlung Hugendubel im Citti-Park die erste Ausgabe ihrer Lesetipps vor.

 Literarische Entdeckungen ermöglicht die Reihe Leselounge, die bis zum Sommer in drei Ausgaben sechs Autoren vorstellt. Die Macht des Erzählens thematisieren Sascha Macht und Patrick Maisano (20. April), Der Schweizer, im vergangenen Jahr schon beim Festival des Debütromans zu Gast, erzählt in Mezzogiorno von zwei zwischen Kalabrien und der Schweiz angesiedelten Familien. Als Bildungsroman der schrägen Art lässt sich Sascha Machts Debütroman Der Krieg im Garten des Köngs der Toten lesen, in dem der 17-jährige Held die heilende Kraft des Horrorfilms erfährt. Im Juni geht es um Heimat, die zur Fremde wird mit der in Berlin lebenden Iranerin Shida Bazyar (Nachts ist es leise in Teheran) und dem auf Sri Lanka geborenen Senthuran Varatharajah (Vor der Zunahme der Zeichen).

 Und den Anfang macht bereits am kommenden Mittwoch, 3. Februar, das Doppel Julia Wolf mit ihrem Debütroman Alles ist jetzt und Carolin Callies mit dem Lyrikband fünf sinne & nur ein besteckkasten. „Befremdliche Schönheit“ und einen „schrägen Humor“ entdeckte unser Kritiker Kai U. Jürgens in dem mit dem Thaddäus Troll Preis ausgezeichneten Buch. „Gerade in der Lyrikszene passiert derzeit sehr viel“, sagt Leselounge-Organisatorin Juliana Kálnay, und hat zum Welttag der Poesie am 21. März eine Lesung rund um den Sammelband Lyrik von jetzt 3 geplant. Mit dabei sind drei der Autoren.

 Entdeckungen verspricht auch die Anthologie Neue Prosa, die Texte aus dem vom Rotary Club Mittelholstein ausgeschriebenen Wettbewerb versammelt und am 14. April im Literaturhaus vorgestellt wird. Und darüber hinaus werfen das Festival des Debütromans (19. bis 22. Mai) und der Literatursommer (ab Anfang Juli) ihre Schatten voraus. Letzterer konzentriert sich in diesem Jahr auf das Gastland Schweiz und hat mit Adolf Muschg zur Eröffnung und Peter Stamm bereits zwei renommierte Autoren im Programm. Und Koordinatorin Sara Dusanic freut sich auf das „reizvolle Literaturland“.

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Ein Artikel von
Ruth Bender
Kulturredaktion

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