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Eine Zeit, zwei Lebenswege

Theater im Werftpark Eine Zeit, zwei Lebenswege

Zwei junge Frauen im Nationalsozialismus: Die eine geht in den Widerstand, die andere wird glühende Anhängerin der Diktatur. „Sophie/Clara“ heißt das Theaterstück von Christoph Busche, das in der Regie von Astrid Großgasteiger am Sonnabend seine Uraufführung am Jungen Theater im Werftpark erlebt.

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Eirik Behrendt als Gestapo-Mann im Vordergrund. Auf der Treppe Sophie Scholl (Pia Leokadia), die von ihrem Bruder Hans Scholl (Lasse Wagner) vom Bahnhof abgeholt wird.

Quelle: ehr - Marco Ehrhardt

Kiel *. „Die Idee dazu hatten wir gemeinsam“, sagt Astrid Großgasteiger. Autor Christoph Busche, der auch als Dramaturg am Haus tätig ist und sich in den vergangenen Jahren viel mit Nationalsozialismus und Rechtsextremismus beschäftigt hat, war auf das Buch „Glaube. Führer. Hoffnung.“ der Geschwister Jan Peter und Susanne Wiborg gestoßen, die darin Briefe und andere Informationen über ihre Tante Clara Sabrowski, einer glühenden Nationalsozialistin, gesammelt und ausgewertet haben. „Das würde sehr gut zur Geschichte der Widerstandskämpferin Sophie Scholl passen“, waren sich Großgasteiger und Busche  einig.

„Beide haben Parallelen“, sagt die Regisseurin, „sie waren etwa gleich alt. Und, was nur wenige wissen, auch Sophie Scholl war zunächst mit Begeisterung beim BDM.“ Dann drifteten die Leben weit auseinander. Dargestellt werden sie nun in „Sophie/Clara“ in zwei in sich abgeschlossenen Stücken. „Wir wollen die Zeit erzählen, mit ihrer ganzen Atmosphäre.“ Dazu gehört auch das damalige Liedgut. Durchhalte-Parolen wie im Lied „Davon geht die Welt nicht unter“, live auf der Bühne gesungen und zum Teil instrumental begleitet. Das Theater bettet das Stück, das sich an Zuschauer ab 12 Jahren richtet, in eine „Themenwoche Nationalsozialismus“ mit Diskussionen, Filmen und Lesungen ein.

Premiere: Sonnabend, 25. März, 20 Uhr, Theater im Werftpark; Karten: 0431 901 901

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