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Jurys bewiesen Nah- und Weitblick

20. Filmfest SH Jurys bewiesen Nah- und Weitblick

Mit Spannung wurden bei der Preisverleihung des 20. Filmfests SH die Urteile der beiden Jurys für die Hauptpreise (je 2.000 Euro, gestiftet von der Pumpe und der Kulturellen Filmförderung SH) und für den Nachwuchspreis (1.000 Euro, bereits zum zweiten Mal gestiftet von der Tatort-Produktionsfirma Nordfilm) erwartet.

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vorne: Dennis Stormer (lobende Erwähnung für „The Quick Guide ...“) Uwe H. Martin, Frauke Huber (beide Preisträger für „LandRush“), Viola Rusche, Hauke Harder (beide Preisträger für „A Shape of Time“)
hinten: Tobias Hollmann („The Quick Guide ...“, Schnitt), Berit Mölleken (Jury Nachwuchspreis), Arne Sommer (Leiter des Filmfests und der Filmwerkstatt Kiel), Thomas Plöger (Jury Nachwuchspreis), Karsten Wiesel, Susanna Salonen, Urte Alfs (alle Jury) Christoph Zickler, Jessica Dahlke (beide Vorstand Kulturelle Filmförderung S.-H.)

Quelle: Björn Schaller

Kiel. Nach drei Tagen Filmfest mit 42 Filmen und drei Installationen schien wie beim „Oscar“ alles offen.

Die Installation „LandRush“ von Frauke Huber und Uwe H. Martin zeigte ein globales Problem: Landwirtschaft zwischen Nachhaltigkeit und globalisierten Anforderungen. Sie gewann dafür einen der von der Pumpe ausgelobten Preise. Ein weiterer Preis ging an den Animationskurzfilm „Planet Willi“, worin Sören Wendt uns die fremde Welt eines so genannt „behinderten“ Kindes nahebringt.

Auch auf „andere Planeten“ gepolt war die Jury bei den beiden von der Kulturellen Filmförderung SH ausgelobten (jeweils mit 1.000 Euro dotiert) Preisen. „Utbüxen kann keeneen“ hörten Gisela Tuchtenhagen und Margot Neuber-Maric immer wieder von ihren Protagonisten, wenn sie in ihrer Doku der sehr speziellen Dithmarscher „Sterbekultur“ auf den plattdeutschen Grund gingen.

Weiter weg und doch ganz nah ran gehen Viola Rusche und Hauke Harder mit „A Shape of Time“. Der japanische Komponist Jo Kondo wir darin eingefangen in Bildern à la Ozu und ganz nah, wenn er über das „Zen“ aller Kunst nachdenkt.

Und wie positioniert sich der Nachwuchs zwischen den Planeten? Sebastian Husak spürt dem „Rhythmus“ des Lebens nach. Sein Film zeichnet in Schwarz-Weiß eine Begegnung nach, die nicht folgenlos bleibt, auch wenn die beiden auf jeweils anderen Planeten und Wegen sind – Nachwuchspreis.

Und lobende Erwähnung für etwas ganz Verrücktes – „The Quick Guide how to get famous in Five Minutes“: Dennis Stormer und Rike Hoppe zeigen darin in krassen Bild-Wirbeln, wie man berühmt wird: Durch Filmbilder, die uns vom hiesigen zu anderen Planeten hin beamen.

Weitere Infos zu den Filmen: www.filmfest-sh.de

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