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Revolverheld: „Das kann uns keiner nehmen …“

Blitz-Kritik Revolverheld: „Das kann uns keiner nehmen …“

Es ist fast auf den Tag ein Jahr her, dass Revolverheld in der Hamburger Friedrich-Ebert-Halle ihr denkwürdiges „MTV Unplugged in drei Akten“ Konzert fürs TV aufzeichneten. Zum Abschluss der dazugehörigen Live-Tour sorgte das Quartett am Freitag in der Kieler Sparkassen-Arena für knapp 6000 restlos begeisterte Zuschauer.

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Der Sänger von Revolverheld Johannes Strate auf der Bühne Kiel.

Quelle: Björn Schaller

Der erste Eindruck

Kiel. Freunde des Deutschrock sind gespalten, ob Revolverheld zu sehr nach den Charts, nach radiotauglichem Mainstream schielen, oder sich in die Reihe der künstlerisch vermeintlich etablierten, vom Feuilleton gehätschelten Pop-Poeten wie Blumfeld oder Tocotronic einreihen dürfen. Nun, das wirklich mitreissende Konzert in Kiel ließ kaum Zweifel daran, die Hanseaten   ihren Job verstehen. Trotz der intimen und launigen „unplugged“-Attetüde, die ganz besonders im ersten Teil der Show zum Tragen kam, legte die Band Song für Song eine Schippe drauf und zelebrierte mit der klangschönen Unterstützung eines kleinen aber exzellenten Orchesters einen fulminanten Auftritt.

Sänger Johannes Strate von Revolverheld in der Sparkassen-Arena Kiel.

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Die Musik

Der Abend bot alles, was das Herz eines Revolverheld-Fans begehrt. Eine mit Feuer und Leidenschaft präsentierte Werkschau aus 14 Jahren Bandgeschichte mit allen großen Titeln und Hymnen wie  Spinner, Das kann uns keiner nehmen, Halt dich an mir fest, Sommer in Schweden und – natürlich – getaucht in ein Lichtermeer aus Feuerzeugen und Handys Ich lass für dich das Licht an. Die Orchesterarrangements bescherten den Songs einen erheblichen Mehrwert ohne zu sehr an ihrem Kern zu kratzen. Sehr gelungen.

Das Publikum

Knapp 6000 fröhlich feiernde mitsingfreudige Menschen machten eine tolle Stimmung. Kinder auf den Schultern ihrer Väter, (weibliche) Teenies Hand in Hand mit ihren Müttern, (männliche) Teenies Seite an Seite mit ihren Eltern, Eltern mal alleine unterwegs. Und immer wieder auf den charismatischen Sänger Johannes Strate gemünzte  „Johannes“-Rufe (weiblicher) Fans von den Rängen.

Was in Erinnerung bleibt

Die tolle Atmosphäre in der Halle und die bemerkenswerte Frischzellenkur, die die im Radio fast tot genudelten Songs der Band live, unplugged und mit Orchester erhalten. Dazu die Spielfreude, der Charme und Witz der Musiker.

Fazit

Revolverheld lieferten ein hochwertiges Popmusik Wohlfühl-Konzert wie es sein soll und wie es Spaß macht. Wenn jemals die Chemie zwischen Musikern und Publikum gestimmt hat, dann an diesem Abend.

 

 

Von Thomas Richter

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