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Kiel ist die große Spielwiese

SHMF allein zwölfmal im Schloss Kiel ist die große Spielwiese

Neue Namen, neue Schwerpunkte, dabei insgesamt stabile Verhältnisse beim SHMF: Selbst dem Ort der Eröffnung ist man treu geblieben, bringt in der Musik- und Kongresshalle Lübeck „das Eckige ins Runde“ und nimmt noch für sieben weitere Konzerte das Weniger von rund 500 Plätzen in der Rotunde in Kauf, um dann für 2017 wieder voll auf den dann sanierten Konzertsaal zu setzen.

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Neue Festivalspielstätte in alter Fabrikhalle: Gollan Kulturwerft in Lübeck.

Quelle: KWG

Lübeck. Auch der durchaus sanierungsbedürftige, aber eben (noch) nicht geschlossene Konzertsaal im Kieler Schloss wird rege genutzt für insgesamt zwölf hochkarätige Konzerte. Zu derlei vertrauten und orchestertauglichen Spielstätten kommen im 31. Festivalsommer vom 2. Juli bis 18. August elf neue Spielstätten hinzu, so dass das SHMF aktuell an 57 Orten in 104 verschiedenen Spielstätten vertreten ist. Das bedeute einen hohen logistischen Aufwand, sagt Verwaltungsdirektor Burkhard Stein und freut sich, dass innerhalb des 8,9-Millionen-Euro-Etats die knapp 1,23 Millionen Euro des Landes als feste Größe gerade die Kernidee der Flächenbespielung des ganzen Landes sicherstellen. Gut die Hälfte der Einnahmen sollen aus dem Verkauf der insgesamt 172000 Karten für die 178 Konzerte plus fünf Musikfeste und zwei Kindermusikfeste eingespielt werden. Stein: „Wir setzen auf die Treue und die Neugier des Publikums“. Die Sponsoren, im Kern sind das die Sparkassen-Finanzgruppe, Audi, Nordwestlotto und Hansewerk, steuern knapp 40 Prozent des Gesamtetats bei. Auch wenn die Verträge jährlich neu verhandelt werden müssen, ist die Lage auch an dieser Front spürbar entspannt.

 Das zwangsläufige Minus an verkauften Plätzen in Lübecks MuK mag auch aufgefangen werden durch drei Konzerte in der Sparkassen Arena Kiel – und durch eine starke dritte Säule neben Joseph Haydn und András Schiff: Nämlich das Luustern (Plattdeutsch für lauschen), „unsere Spielwiese“, wie der Intendant Christian Kuhnt es umschreibt. Man spielt viel dieses Jahr, besonders viel in der Landeshauptstadt. Dafür stehen ganz vorn der französische Chanson-Star Zaz und die portugiesische „Fado-Queen“ Mariza, die jeweils Kiels größte Halle füllen sollen. Die Schweizer Singer/Songwriterin Sophie Hunger in Kiel (Krusenkoppel) sowie erneut und an vier Abenden im Schauspielhaus das Maskentheater der Familie Flöz vertreten genauso die Programmlinie jenseits der Klassik, wie der wilde Geiger Nigel Kennedy mit seinen New Four Seasons an drei Orten im Land, wie Nils Landgren oder auch das Filmmusik-Projekt zu Steven Spielbergs E.T. mit dem SHFO an zwei Abenden in Neumünster.

 Spannende Raumerlebnisse dürften etwa Haydns Jahreszeiten mit Einwürfen Klaus Maria Brandauers im Kunstwerk Carlshütte Büdelsdorf als 30. Geburtstagsfeier des SHMF oder etwa unter dem Motto Haydn bei Hofe ein Wandelkonzert zwischen Kapelle und Kreuzstall auf Schloss Gottorf bieten.

www.shmf.de

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Ein Artikel von
Konrad Bockemühl
Ressortleiter Kulturredaktion

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