19 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Projektionen, Interferenzen

Kieler Kunsthalle Projektionen, Interferenzen

Videokunst ist kein Medium für den schnellen Konsum. Der Betrachter ist aufgefordert, sich einzulassen auf die kunstvoll aneinander geschnittenen Filmbilder und manchmal braucht es dafür durchaus Zeit.

Voriger Artikel
Maskentheater im Treppenhaus
Nächster Artikel
Bernsteins Mass

Blick in die Black Box: Ausstellungskuratorin Annette Weisner vor einem Video von Imi Knoebel.

Quelle: Marco Ehrhardt

Kiel. Gut 40 Minuten dauert Projektion X, das einzige Video von Imi Knoebel, das der Beuys-Schüler 1972 kurz nach seinem Studienabschluss während einer nächtlichen Autofahrt durch Darmstadt aufgezeichnet hat. Das klingt eher unspektakulär und ist doch erstaunlich fesselnd.

„Projektion X“ ist eine von drei Videoarbeiten, die unter dem Titel Black Box Vol. II in der Kunsthalle zu Kiel  präsentiert werden. Zum zweiten Mal hat Ausstellungskuratorin Annette Weisner aus der mit 100 Arbeiten vergleichsweise üppigen Videosammlung des Hauses Schätze gehoben, auf die der Besucher sich in den abgedunkelten Räumen der Graphischen Sammlung ungestört konzentrieren kann. Thema der exzellenten kleinen Schau ist technisch basierte Bewegtheit, die sich in jeder Arbeit auf andere Weise äußert. Jan Verbeek, Schüler der Video-Pioniere Nam June Paik und Nan Hoover, arbeitet in seinen Videos "Interferenz" und "Continuum" mit ausschnitthaften Bewegungsbildern, die vom Perspektivwechsel genauso leben wie vom Spiel mit Fern- und Nahaufnahmen.

Kunsthalle Kiel. Bis 10. September. Di-So 10-18, Mi 10-20 Uhr

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten: Kultur 2/3