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Besseres Klima für die Kunst

Kieler Kunsthalle Besseres Klima für die Kunst

Was lange als notwendig erachtet war, wird jetzt endlich umgesetzt. In die Zukunft der Kieler Kunsthalle wird in diesem und dem nächsten Jahr kräftig investiert. Es geht um ein besseres Klima für die Kunst.

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Neue Fenster und bessere Dämmung sollen der Kunsthalle auf lange Sicht gut tun: Direktorin Anette Hüsch zwischen Ludger-Gerdes-Schau und Innenhof.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. „Das ist kein Luxus, das sind elementare Arbeiten zum Erhalt unseres Hauses, seiner Kunst und des Leihverkehrs“, stellt Direktorin Anette Hüsch gleich klar. In diesem Sinne sei es „eine sehr gute Nachricht“ gewesen, als das Land Ende 2016 dafür 2,2 Millionen Euro freigab. Aus dem Etat der Universität kommen weitere 700000 Euro – bis Ende 2018 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, ohne dass nach bisheriger Planung der laufende Ausstellungsbetrieb nachhaltig beeinträchtigt wird.

Vor allem für die Ausstellungsräume und für das Depot ist das Klima ein bedeutsames Thema, das Anette Hüsch nachhaltig lösen will. Soll heißen, sie will ein „träges Klima“ mit wenig Schwankungen möglichst weitgehend durch die Ertüchtigung der Außenhaut, durch neue Fenster und neue Dämmung unterm Dach erreichen und damit den Aufwand für die Anlagentechnik weitestmöglich begrenzen. So ließen sich auch Betriebskosten nachhaltig reduzieren, betont Hüsch.

Für die richtige Klimatisierung in dem 108 Jahre alten wie in dem 30 Jahre jungen Trakt spielen auch Besucherbewegungen eine Rolle, die Schwankungen nachvollziehbar verstärken. Und die Umstellung auf LED-Beleuchtung lässt die Kunsthalle nicht nur in neuem Licht erscheinen, sondern produziert auch weniger Wärme. All das muss in der derzeitigen Planungsphase berücksichtigt werden.

Mit dieser Zukunftsinvestition kann man nicht glänzen, aber sie ist im Zuge der Werterhaltung des Gebäudes und seines Inhaltes elementar wichtig und „ein Gesetz der Zeit“, betont Hüsch. Natürlich würde sie sich freuen, wenn das Ganze möglichst störungsfrei abliefe. Aber ehe die Lärmbelästigung für Ausstellungsbesucher zu groß wird, müsse man notfalls auch mal für einen kurzen Zeitraum schließen.

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Ein Artikel von
Konrad Bockemühl
Ressortleiter Kulturredaktion

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