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Ein Fokus liegt auf Rock

Kieler-Woche-Bühnen (1): Hit-Lieferanten tummeln sich an der Hörn Ein Fokus liegt auf Rock

Fleißige Hit-Lieferanten – vor allem von heute, aber auch von gestern – tummeln sich zur Kieler Woche auf der Hörnbühne. Auffällig ist der hohe Anteil von Rock-Acts. Den Auftakt macht Rea Garvey (17. Juni, 19 Uhr). Der irische Rock-Sänger und Gitarrist, der es in Deutschland – sicher verstärkt auch durch seine TV-Präsenz in der Jury von „The Voice of Germany“ – zu Superstar-Ruhm gebracht hat. Seit der Auflösung seiner Band Reamonn vor sechs Jahren hat Garvey alle seine drei Soloalben in den Top Fünf der deutschen Charts platzieren können, zuletzt 2015 Prisma.

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Die neue Single „Wir sind zuhaus“ ist der Vorbote des neuen Albums von Frida Gold, das im Spätsommer erscheinen soll. Die kreativen Köpfe des Quartetts sind Sängerin Alina Süggeler und Bassist Andi Weizel.

Quelle: Mischa Meyer

Kiel. Rockig geht es weiter am 18. Juni. Um 21.30 Uhr stehen Saga auf der Bühne. 1977 gegründet, hat die kanadische Band um Sänger Michael Sadler in Deutschland noch immer viele treue Fans. Ihre erfolgreichste Zeit waren die 80er, die Alben In Transit, Worlds Apart, Heads Or Tales und Behaviour erreichten Spitzenpositionen. Nach zwischenzeitlich fallender Erfolgskurve geht’s wieder aufwärts, die jüngsten CDs 20/20 und Sagacity landeten hierzulande wieder in den Top 20. Ein schwergewichtiges Rock-Paket hält der 20. Juni parat. The 2930’s (19 Uhr) aus Berlin stehen für einen ruppigen Rock’n’Roll aus Sixties-Rock, Punkrock und Garage. Auf sie folgen Danko Jones (21.30 Uhr) aus Kanada um den gleichnamigen Sänger und Gitarristen der Band. Das Trio hat sich mit dampfendem, blues-grundierten Garage-Rock und energiegeladenen Konzerten eine starke Fan-Basis erspielt.

 Ihre aktuellen Longplayer IIII stellt die von der Insel Föhr stammende Rock-Band Stanfour (25. Juni, 21.30 Uhr) vor. Eingängigen Alternative-Rock haben Royal Republic (21. Juni, 21.30 Uhr) aus dem schwedischen Malmö im Reisegepäck. Und mit Lotto King Karl & den Barmbek Dream Boys (21. Juni, 21 Uhr) ist auch ein Kieler-Woche-Dauergast wieder mit von der Partie. Die Band um den HSV-Fan und -Stadionsprecher spielt passend gleich nach dem EM-Vorrundenmatch Deutschland gegen Nordirland.

 Pop pur verspricht das Tandem am 24. Juni: Nach 2012 und 2014 sind Frida Gold (19 Uhr) mal wieder zur Kieler Woche dabei – nach 2012 und 2014, damals auf der NDR-Bühne. Diesmal präsentiert das Quartett um Sängerin Alina Süggeler neben dem Single-Vorboten Wir sind zuhaus bestimmt noch weitere Songs vom neuen Album, das im Spätsommer erscheinen soll. Frontfrau von Gleis 8 (21.30 Uhr) ist Anna R., ehemals eine Hälfte des Pop-Duos Rosenstolz. Das Quartett stellt sein neues Album Endlich vor.

 Mit dem frechen Titel ihres cool groovenden Songs Fickt-Euch-Allee sorgte 2015 die Berliner Elektro-Pop-Band Großstadtgeflüster (22. Juni, 19 Uhr) für Aufsehen. Die übrigen fünf Titel der gleichnamigen EP bewegen sich stilistisch im Fahrwasser von Deichkind und Frittenbude. Danach kann gleich weiter getanzt werden, denn ab 21.30 Uhr brettern Moop Mama aus München den Zuschauern ein lässiges Funky-Brass-Gewitter allererster Kajüte um die Ohren.

 Zwei Newcomer finden sich im Programm: Joris (19. Juni, 19 Uhr), schon beim Kieler-Woche-Auftritt 2015 von der Menge gefeiert, ist wieder am Start, noch immer mit dem erfolgreichen Debütalbum Hoffnungslos hoffnungsvoll und der Hit-Single Herz über Kopf. Max Giesingers EM-Song 80 Millionen rotiert gerade im Radioplay, bekannt geworden ist der 27-jährige Sänger durch die Casting-Show „The Voice of Germany“.

 Von Newcomer kann man bei Seven (19. Juni, 21.30 Uhr) alias Jan Dettwyler keine Rede mehr sein, da er seit 2002 sehr fleißig zehn Alben veröffentlicht hat. Allerdings ist der stimmgewaltige Funk- und Soul-Sänger, der gerade in der TV-Sendung „Sing meinen Song“ für Furore sorgt, bislang vor allem in seinem Heimatland – der Schweiz – ein Star. Auch die Rockband Odeville 23. Juni, 19 Uhr), vor zehn Jahren in Hamburg gegründet, schickt sich erst jetzt mit ihrem neuen Album Phoenix an, wirklich durchzustarten. Aber besser spät als nie.

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