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Hitlers lange Spur

Kino in der Pumpe Hitlers lange Spur

In den History-Dokus im TV sind Hitler und der Nationalsozialismus ein Dauerbrenner, mit den immer gleichen Filmbildern, die historische Präzision oft vermissen lassen. Der Historiker Hermann Pölking legt mit "Wer war Hitler" ein neues Mammut-Projekt vor - ab Freitag zu sehen im Kino in der Pumpe.

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Adolf Hitler auf dem Weg zu seinem offenen Wagen im „Wahlkampf“ für den Anschluss Österreichs in Klagenfurt, Kärnten, am 5. April 1938.

Quelle: Edition Salzgeber

Kiel. Bevor am 2. November eine stark gekürzte, aber immer noch gut dreistündigen Fassung in die Kinos kommt, ist in Kiel die dreiteilige Festivalfassung zu sehen, die beim Filmfest München uraufgeführt wurde. Mit insgesamt siebeneinhalb Stunden Dauer verlangt sie vom Zuschauer einige Geduld, die aber durch bisher unveröffentlichte Archivaufnahmen und einen nie dagewesenen Blick auf Hitler belohnt wird.

Pölking hat in 18 Jahren Arbeit mehr als 120 Archive ausgewertet und über 900 Stunden Filmmaterial, zum Teil von zeitgenössischen Amateurfilmern, vieles schon in Farbe, gesichtet. Entstanden ist daraus ein Dokumentarfilm (produziert von Thorsten Pollfuß, Epoche Media), der in seinem enzyklopädischen Angang und in der Erzählweise außergewöhnlich ist

In 17 (in der Kino-Fassung 14) Kapiteln von "Ein Oberösterreicher – 1889 bis 1903" bis "Ein Selbstmörder – 1945" werden Hitlers Leben und verbrecherisches Wirken, seine vom Zeitgeist beeinflusste Ideologie und die seinen Weg bereitenden historischen Umstände und Akteure nachgezeichnet. Wenn man Hermann Pölking fragt, ob er nun wisse, wer Hitler war, antwortet er sibyllinisch mit hochaktuellem Bezug: „Ein sehr begabter Schauspieler, der ohne Hemmungen log – die gefährlichste Mischung, die es gibt.“

  Dreiteilige Festival-Fassung am Sonntag im Kino in der Pumpe. Teil 1: 13.30 Uhr, Teil 2 mit anschließendem Gespräch mit dem Regisseur: 16 Uhr, Teil 3: 19 Uhr. Teil 1 auch am Freitag, 20 Uhr, Teil 2 auch am Sonnabend, 20 Uhr. Infos zum Film: www.wer-war-hitler.de

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Ein Artikel von
Jörg Meyer

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