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Klare Signale für Konzertsaal-Sanierung

MuK Lübeck Klare Signale für Konzertsaal-Sanierung

Die Zeichen stehen gut, dass der Konzertsaal der Lübecker Musik- und Kongresshalle ab Frühjahr 2017 wieder genutzt werden kann: Das Kabinett hat am Dienstag „bis zu zwei Millionen Euro“ als Landesbeteiligung an der Sanierung der MuK bewilligt, die der Ministerpräsident bereits vor einer Woche angekündigt hatte.

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Sanierungsfall: Eingangsbereich der Musik- und Kongresshalle (MuK) Lübeck.

Quelle: Markus Scholz

Lübeck. Und der städtische Bauausschuss gab ein einhelliges Votum ab, die auf 8,4 Millionen bezifferten Mittel für die Sanierung zunächst des Konzertsaales freizugeben. Zur Bürgerschaftssitzung am 28. Januar soll Bürgermeister Bernd Saxe dazu noch einen genauen Finanzierungsplan vorlegen.

 Der große Konzert- und Veranstaltungssaal der MuK ist seit September 2015 wegen gravierender statischer Mängel vor allem an der Akustikdecke gesperrt. In der Folge hatte die Stadt Lübeck weiteren Modernisierungs- und Sanierungsbedarf der MuK ermittelt – die Gesamtsumme von 22,3 Millionen Euro sorgte an der Trave für große Unruhe. Bürgermeister Saxes Lösungsweg sieht nun einen ersten Bauabschnitt für die Wiederherstellung des Konzertsaals mit bis zu 2000 Plätzen vor. Kulturministerin Anke Spoorendonk erklärte, die beschlossene Landesbeteiligung von zwei Millionen Euro sei konkret dafür gedacht: „Aus Sicht der Landesregierung ist die Konzertsaal-Sanierung bis Frühsommer 2017 absolut vorrangig“: Das „deutliche Bekenntnis“ zielt auch auf das SHMF ab.

 Als die Ministerin hinzufügte, „wir erwarten, dass die Stadt Lübeck nun ihren Teil zur Finanzierung der notwendigen Sanierung beiträgt“, hatte zumindest der Bauausschuss sein parteiübergreifend klares Signal bereits gegeben. Die Politiker erfuhren am Montag auch, dass die MuK für die Bauarbeiten womöglich drei Monate komplett geschlossen werden muss. Denn nicht nur im Konzertsaal selbst, sondern auch in umliegenden Gängen und im Foyer müssen Decken ertüchtigt werden. Weiterhin sind Brandschutzauflagen zu erfüllen. Alle weiteren Maßnahmen, die nach der städtischen Prognose noch 14 Millionen Euro verschlingen, könnten dann bis ins kommende Jahrzehnt hinein umgesetzt werden – und müssten nach derzeitigem Kenntnisstand auch nicht zu einer (Teil-)Sperrung der MuK führen, heißt es in einer Vorlage des Gebäudemanagements.

 Über den Zeitpunkt der Sperrung rund um die Konzertsaal-Sanierung ist man noch im Abstimmungsprozess. Im Ausschuss wurde der Herbst genannt, der MuK käme ein späterer Termin wegen der geringeren Veranstaltungsdichte entgegen. So oder so versuche man weiterhin, den Geschäftsbetrieb so weit wie möglich aufrechtzuerhalten und werde mit den Problemen „kreativ umzugehen“, hieß es gestern. Das kann nicht immer gut enden: Das Philharmonische Konzert des Theaters Lübeck im März musste von gewohnt zwei auf einen Termin reduziert werden, weil die MuK-Rotunde langfristig für eine Kunstmesse gebucht ist.

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Ein Artikel von
Konrad Bockemühl
Ressortleiter Kulturredaktion

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