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Neue Musik und neue Wahrnehmung

Konzertreihe in Eckernförde Neue Musik und neue Wahrnehmung

„Abweichende Weltwahrnehmung“ ist das Motto der diesjährigen Konzertreihe Neue Musik Eckernförde in der St. Nicolai-Kirche. Es bezeichnet damit nicht nur das, was aktuelle Komponisten Neuer Musik im Sinne haben, sondern auch, was Zuhörer dabei erfahren können.

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Das Ensemble reflexion K bestreitet in unterschiedlichen Besetzungen vier Konzerte.

Quelle: Marco Ehrhardt

Eckernförde. Nach dem Neue-Musik-Festival „Provinzlärm“ im Februar startet die Reihe von vier Konzerten am Freitag mit zwei Werken von Nicolaus A. Huber, der im vergangenen Dezember seinen 75. Geburtstag feierte, und seiner Schüler Gerald Eckert, Peter Gahn und Luc Döbereiner, der 2014 Stipendiat im Eckernförder Künstlerhaus war.

 „Mikrowelten: Weißglut entsteht bei einer Temperatur zwischen 1200 und 1600 Grad und bezeichnet das entsprechende Leuchten eines Körpers“, ist abweichend von normalen Ankündigungen im Programm-Flyer zu lesen. Denn „in der Musik bedarf es nicht unbedingt übertriebener Lautstärke oder besonderer Schnelligkeit, um Weißglut entstehen zu lassen“. Auch minimale Veränderungen im An- und Ausklingen der Instrumente können klangliche Gluten erzeugen – der berühmte „Schmetterlingseffekt“. „Für solche Differenzierungen und proportionale Einschätzungen brauchen wir unser menschliches Gefühl“, wissen Beatrix Wagner und Gerald Eckert vom Ensemble reflexion K, das in unterschiedlichen Besetzungen alle vier Konzerte bestreitet.

 Wie solches Gefühl sich via Abweichung ins Innerste des Klangs begibt, lässt sich auch in den weiteren Konzerten der Reihe erlauschen. Am 24. Juli konfrontieren das Duo reflexion K (Wagner, Eckert) und Organistin Katja Kanowski Neue und alte Musik für Flöte, Orgel und Cello. Je zwei Werke von Peter Gahn und Gerald Eckert zeigen die „Abweichungen“ zu ihrem kompositorischen „Großvater“ Luigi Nono und dessen wegweisenden A Pierre. Dell’azzurro silenzio, inquietum (1985) im dritten Konzert am 18. September.

 Werke für Tanz, Instrumente und Elektronik von Andre Bartezki und Gerald Eckert stehen im Zentrum des 4. Konzerts am 14. November. Iris Sputh wird tanzen, wie sich die „Abweichende Weltwahrnehmung“ nicht nur klanglich, sondern auch körperlich bewegt um neue Achsen dreht.ogyr

 1. Konzert: Freitag, 24. April, 20 Uhr, St. Nicolai-Kirche, Eckernförde. Karten und Info: www.neuemusik-eckernfoerde.de

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