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Wosiks Vision vom Weltall

Kunsthalle Kiel Wosiks Vision vom Weltall

Gregor Wosik steigt vom Gerüst im lichten Ausstellungsraum. Nicht zu übersehen, sein akuter Bedarf an blauer Acrylfarbe. Der Street-Art-Künstler, der seit zwei Wochen in der Kunsthalle an monumentalen Wandbildern arbeitet, lässt den Betrachter direkt in das Sternenblau der Milchstraße und auf die gute alte Erde schauen.

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Im Rahmen des Ausstellungsaufbaus von playing future bietet die Kunsthalle zu Kiel unter dem Titel „Im Aufbau“ die Möglichkeit, mit dem Künstler Gregor Wosik über Werk, Hintergründe und Arbeitsweisen zu sprechen.

Quelle: Maunel Weber

Kiel. Wosik ist einer von 13 Künstlern der Ausstellung unter dem Titel Playing Future, die künstlerische Zukunftsvisionen präsentieren will, die, wie Direktorin Anette Hüsch sagt, „immer wieder spielerisch formuliert werden“. Der 60-Jährige aus Mönchengladbach, in der internationalen Szene der Straßenmaler bekannt für seine phantastischen dreidimensionalen Welten, ist einer, der den Betrachter zum Komplizen seines Spiels macht.

 Im großen weißen Raum des Neubaus füllen seine coolen Weltraumbilder auf Wand und Boden eine Fläche von insgesamt 120 Quadratmetern. Kein Problem für Wosik, er sei ja schließlich „Weltrekordjäger“. Sein jüngster Eintrag ins Guinness-Buch datiert 2012, als er in Wilhelmshaven einen Platz in der Innenstadt mit einer Fläche von 1570 Quadratmetern in eine Flusslandschaft mit Arche verwandelte.

 In Kiel geht der Blick in unendliche Weiten, in die der Betrachter durch ein riesiges Fish-Eye schauen kann. Wie Fenster einer Raumkapsel nehmen sich die kurvigen Bilder aus. „Handys raus“ – im Museum eigentlich nicht die gängige Aufforderung, bei Wosik darf man sie zücken und in die Welt schicken. „Ist ja schließlich vergänglich“, sagt der Mann, der in seiner polnischen Heimat als junger Fußballprofi Malen und Zeichnen als ruhigen Ausgleich zum Sport schätzte. Im Selfie macht seine illusionistische Malerei so richtig was her. Im Vorfeld der Eröffnung am Sonntag, 26. April, lädt die Kunsthalle schon jetzt ein, am Aufbau teilzuhaben. Am Mittwoch um 18.30 Uhr steht Gregor Wosik zum Künstlergespräch zur Verfügung; weitere Einblicke gibt es eine Woche später am 20. April mit Max Sudhues und am 22. April mit Julian Charrière.

 Kunsthalle Kiel. Heute, 18.30 Uhr, Künstlergespräch mit Gregor Wosik. Begrenzte Teilnehmerzahl; Karten sind heute ab 17 Uhr an der Museumskasse erhältlich.

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