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„Kunst heißt Dinge erforschen“

„Kunst heißt Dinge erforschen“

Serie zum Brockmann Preis: 5 Fragen an 15 Künstler – Teil 1: Constanze Vogt

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Brockmann-Preisträgerin Constanze Vogt verwandelt Papier in poetische Installationen.

Quelle: Foto: Marco Ehrhardt

Kiel. Kiel. 15 junge Künstlerinen hat die Stadtgalerie Kiel als Kandidaten für den Gottfried Brockmann Preis ausgewählt. In der Stadtgalerie zeigen sie jetzt ihre Arbeiten. Für unsere Serie aus Anlass der bis Ende Februar laufenden Ausstellung stellten wir ihnen fünf identische Fragen. Die 31-jährige Preisträgerin Constanze Vogt und Jihae An (s. nebenstehender Artikel) machen den Anfang. Constanze Vogt wurde 1984 in Bielefeld geboren. Studiert hat sie an der Muthesius Kunsthochschule und an der Weißensee Kunsthochschule Berlin.

 

 Was bedeutet Kunst für Sie und Ihr Leben?

 Künstlerische Arbeit bedeutet für mich, Dinge zu erforschen und sehr aufmerksam wahrzunehmen. Diese Wahrnehmung bringt auch mit sich, Vielseitig- und Mehrdeutigkeiten zu erkennen. Das schafft Konzentration und Beweglichkeit in all meinen Handlungen.

 

 Ihr Lieblingskünstler gestern und heute und warum?

 John Cage, weil seine Texte und Kompositionen mich dazu gebracht haben, künstlerische Arbeit als eine Möglichkeit der Aufmerksamkeit zu sehen, die nicht mit dem Schritt aus dem Atelier heraus aufhört, sondern mich in jeder Handlung begleitet.

 

 Drei Sätze zu Ihrer Arbeit für den Brockmann-Preis ...

 Meine Arbeiten sind Reflexionen über Medien und ihre Möglichkeiten. In langen Versuchsreihen erforsche und visualisiere ich Übergangsphänomene, die in den einzelnen Arbeiten und zwischen ihnen erfahrbar werden. Meine Objekte strahlen durch ihre Entstehungsprozesse Dauer, Konstanz und Ruhe aus und befinden sich gleichzeitig in einer Bewegung, die auch durch den Betrachter erzeugt wird.

 

 Wo soll es für Sie hingehen? Sie leben als freischaffende Künstlerin bewusst in Kiel?

 Kiel ist eine Stadt, in der ich gut zur Ruhe kommen und mich auf meine Arbeit konzentrieren kann. Es ist für mich aber gleichzeitig auch wichtig, mich nach außen zu orientieren. Ich habe eine Galerievertretung in Berlin, und werde im kommenden Jahr unter anderem Ausstellungen in Berlin und Hamburg haben. Außerdem habe ich mich in einigen Künstlerhäusern für Residenzstipendien beworben. Kiel ist meine Basis, zu der ich immer wieder zurückkehren kann.

 Ihr Wunsch für 2016?

 Für das Jahr 2016 wünsche ich mir eine erfolgreiche erste Einzelausstellung in der Berliner Galerie mianki und möglichst viele Artist in Residence Stipendien, um viel unterwegs zu sein und meine Arbeit weiter führen zu können.

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