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Xavier Naidoo und Laith Al-Deen rockten ein Wohnzimmer

Wie in der Familie Xavier Naidoo und Laith Al-Deen rockten ein Wohnzimmer

„Kuscheliges“ Konzert in tiefer Provinz: Der deutsche Soulsänger Xavier Naidoo hat gemeinsam mit Laith Al-Deen „seine“ Musik nach Schleswig-Holstein gebracht. In der Nähe von Itzehoe begeisterten sie in einem rund 38 Quadratmeter großen Raum knapp 40 Gäste bei einem Wohnzimmerkonzert.

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Zu einem exklusiven Wohnzimmerkonzert kam Xavier Naidoo nach Schleswig-Holstein.

Quelle: Wolfgang Runge/dpa

Itzehoe. Es war einiges los am Sonnabend im und um Angelas Haus in der Nähe von Itzehoe. Dabei war es doch die 60-jährige Chefarzt-Sekretärin selber, die für den Rummel in ihrem schönen Drei-Generationenhaus gesorgt hat. Als Siegerin des neuen Xavier Naidoo TV-Formates "Xaviers Wunschkonzert Live" (Sky) hatte sie ein Wohnzimmerkonzert mit dem Mannheimer Soulstar gewonnen. Das wurde nun am Sonnabend vom Sender aufgezeichnet.

Die vierköpfige Familie, etwa 40 Nachbarn und Freunde, versammelten sich im 38 Quadratmeter großen Wohnzimmer und hinter den weit geöffneten Fenstern im märchenhaft rot ausgeleuchteten Garten. Drinnen wimmelte es von Scheinwerfern, Kabeln, mehrere Kameraleute waren am Start. Und dann war da auch noch eine Band mit Schlagzeug, Keyboard und Gitarre unterzubringen. Viel Platz hatte der Meister hinter seinem Mikrofonständer also nicht. Umso weniger, weil der Sänger zur allgemeinen Freude mit Laith Al-Deen noch einen Soul-Hochkaräter als Überraschungsgast aus der Mütze zauberte. Die beiden harmonierten großartig, spielten mal im Duett, mal solo ein etwa einstündiges Set, das Welthits wie Leonard Cohens Hallelujah oder eine überraschend rockige Fassung von Chris de Burghs Don't Pay The Ferryman ebenso beinhaltete wie die deutschen Klassiker Bilder von dir oder Über sieben Brücken musst Du gehen und bis zu Schönheiten wie Bei meiner Seele und einer würdevolle Version des zu Unrecht so oft gescholtenen Spirituals Kumbaya my Lord reichte. Tolle, spielfreudige Sänger, eine exzellente Band, beste Stimmung.

Naidoo sagte im anschließenden Gespräch: „Diese Format öffnet einem natürlich nicht nur die Tür zu einem Haus, sondern man bekommt Zugang zu einer Familie, zu Herzlichkeit und Gastfreundschaft. Bei solchen Menschen mit  Musik und den damit verbundenen Emotionen Haushaltsgegenstand zu werden, das habe ich mir eigentlich immer gewünscht.“

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