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Schloss-Verlust nicht zu kompensieren

Landeskulturverband Schloss-Verlust nicht zu kompensieren

Der Landeskulturverband SH hat am Donnerstag zur drohenden Schließung des großen Saales im Kieler Schloss Stellung bezogen. Die Vorstandsmitglieder Kilian Lembke und Rainer Kraatz zeigten sich von der Kündigung des Pachtvertrages zum Juli 2017 nicht verwundert.

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Schon länger nicht mehr in voller Blüte stehend: Der große Konzertsaal im Ensemble des Kieler Schlosses von 1965.

Quelle: SHS

Kiel. „Der technische wie optische Zustand entspricht schon lange nicht mehr dem Stand einer zeitgemäßen Veranstaltungsstätte, in dem sich Gäste und Künstler in angenehmer Atmosphäre begegnen können.“ Der Landeskulturverband bedauere diese Entwicklung sehr, denn der Standort im Herzen der Stadt sei ideal. Ein Verlust dieser Spielstätte für Musik-Ensembles, Theater-Gastspiele und Einzelkünstler wäre nicht zu kompensieren, da kein vergleichbares Veranstaltungshaus in Kiel vorhanden sei.

 „Leider wurde es versäumt, frühzeitig eine tragfähige Lösung mit allen Partnern und Nutzern zu vereinbaren“, bedauerte der LKV-Vorstand. Spätestens seit der Stilllegung der Paschen-Orgel hätte intensiv an einem Konzept gearbeitet werden müssen. „Das lange Warten und Hinauszögern wird die Kosten für eine Grundsanierung, die einem Neubau gleichkommen dürfte, leider beträchtlich erhöht haben“, so die Einschätzung. Der Landeskulturverband fordert die Stadt Kiel auf, das „längst überfällige“ Sanierungsgutachten umgehend durchführen zu lassen und in Kooperation mit Eigentümern und Nutzern und Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft einen konkreten Plan für eine künftige Betriebs- und Gesellschaftsform zu entwickeln.

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Ein Artikel von
Dr. Christian Strehk
Kulturredaktion

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