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Zukunftsmusik jetzt auch im Orchestergraben

Landestheater Schleswig-Holstein Zukunftsmusik jetzt auch im Orchestergraben

Die Weiterentwicklung des Projekts „Zukunftsmusik“ richtet sich an fortgeschrittene junge Musiker „im gesamten Spielgebiet des Landestheaters“. Ziel ist die Einstudierung der poetischen Oper für Kinder The Two Fiddlers vom britischen Komponisten Peter Maxwell Davies. Premiere ist am 13. Juli.

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Setzen sich für junge Musiker ein: GMD Peter Sommerer mit dem Schleswig-Holsteinischen Sinfonieorchester.

Quelle: Henrik Matzen

Flensburg. Die Zahl junger Menschen, die sich in klassische Konzerte locken lassen, ist in den vergangenen Jahren erfreulich angestiegen. Das hat zu einem guten Teil auch mit den heißen Bemühungen der Theater zu tun, ihr Publikum von morgen früh zu faszinieren oder sogar aktiv einzubinden. Das Landestheater Schleswig-Holstein holt sich jetzt sogar den Musikernachwuchs in den Orchestergraben. Generalmusikdirektor Peter Sommerer hat die Gründung eines Jugendsinfonieorchesters angekündigt, das im Theater Flensburg sogar eine szenische Musiktheaterproduktion orchestral stützen soll.

 „Unser Optimismus resultiert aus der bereits äußerst erfreulich angelaufenen Kooperation mit Musikschulen in Flensburg und Schleswig“, so der Österreicher, „und wir wollen uns in diesem Bereich noch breiter aufstellen. Es gibt spürbares Interesse auch an den Musikschulen von Rendsburg und Husum.“ Die Weiterentwicklung des Projekts „Zukunftsmusik“ richtet sich somit an „fortgeschrittene Spieler im gesamten Spielgebiet des Landestheaters“. Ziel ist die Einstudierung der poetischen Oper für Kinder The Two Fiddlers, in der der britische Komponist Peter Maxwell Davies spielerisch die Passivität der Menschheit in einer Überflussgesellschaft anprangert. Die Premiere leitet Kapellmeister Florian Erdl dann am 13. Juli.

 Die Profis der SH-Sinfoniker stehen nur als Coach Pate. „Es wird ganz bewusst eine Produktion ausschließlich von Jugendlichen“, so Sommerer. Es gebe bereits regen Zulauf, darunter sogar zwei Harfen. Weitere Interessenten sollten sich aber gerne noch anmelden (via Mail: markus.hertel@landestheater-sh.de), da eine doppelte Besetzung angetrebt wird. Vorgesehen sind monatliche Treffen, teilweise als getrennte Sektionsproben von Streichern und Bläsern. Mitwirkende sollen dabei keine Kosten tragen. Sommerer weiß, wie schwierig es für die Landestheater-GmbH ist, Sponsorengelder einwerben zu dürfen, um das Projekt längerfristig abzusichern. Aber er spürt den Gewinn: „Es gibt mehr Zulauf von jungen Menschen im Konzertbereich.“

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Ein Artikel von
Dr. Christian Strehk
Kulturredaktion

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