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Landestheater: Ein Appell der Ministerin

Rendsburg Landestheater: Ein Appell der Ministerin

Nachdem sich die Gesellschafter auf einen Zukunftskurs für das Landestheater geeinigt haben, hat Kulturministerin Anke Spoorendonk „eindringlich“ an die beiden Kreise Nordfriesland und Dithmarschen appelliert, nicht auszuscheren und sich zum Landestheater zu bekennen.

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Wie sieht der Zukunftskurs für das Landestheater aus?

Quelle: Wolfgang Mahnkopf

Rendsburg. In beiden Kreisen und jeweils auf Betreiben auch der CDU wird ein Ausstieg aus der GmbH diskutiert. In Nordfriesland hat sich der Finanzausschuss bereits dafür, der Kulturausschuss dagegen ausgesprochen. Heute tagt der Hauptausschuss zum Thema. Spoorendonk (SSW) hoffte gegenüber unserer Zeitung, dass die kulturpolitischen Argumente und der Blick über den eigenen Tellerrand sich durchsetzen: Bei einem Ausstieg der Westküstenkreise „weiß ich nicht, wie es weitergehen soll“. Das Konstrukt des kommunalen Landestheaters basiere auf der Idee eines demokratischen Kulturangebotes, das auch für die kulturelle Versorgung des Ländlichen Raumes stehe. Die Kreise hätten eine Ausgleichsfunktion. Ein Rückzug könne letztlich auch die Förderfähigkeit des Landestheaters gefährden, bestätigte die Ministerin.

 Das positive Signal aus Schleswig, wo nach langem Hin und Her mit dem Slesvighus nun weiterhin eine Spielstätte vorgehalten wird, sollte auf die Geschlossenheit aller Gesellschafter wirken, appellierte Anke Spoorendonk. Sie will prüfen, inwiefern „wir helfen können“, das Slesvighus für das Theater zu optimieren. Die breite Einigung auf den gutachterlich empfohlenen Zukunftskurs, der u.a. die Verlagerung des Firmensitzes und die Konzentration der Schauspielproduktion in Rendsburg vorsieht, basiere auf dem Engagement des Generalintendanten Peter Grisebach, betonte sie. „Unser Landestheater ist ein Erfolgsmodell, das bundesweit große Anerkennung findet. Dass es auch effizient aufgestellt ist, wurde dem Landestheater aktuell durch das Gutachten bestätigt“.

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Ein Artikel von
Konrad Bockemühl
Ressortleiter Kulturredaktion

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Kommentar

Endlich ist der Weg des Landestheaters in die Zukunft bereitet und gutachterlich befestigt, und schon liegen neue Steine quer: Während Problemgesellschafter Schleswig gerade zur Besinnung kam, meinten Kommunalpolitiker an der Westküste, die Sinnfrage stellen zu müssen.

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