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Neue „Heimat“ fürs Theater?

Landestheater in Schleswig Neue „Heimat“ fürs Theater?

Gute Perspektiven für Schleswig als Spielort des Landestheaters: Der dänische Kulturverein Sydslesvigsk Forening (SSF) ist bereit, den bereits seit gut drei Jahren als Spielstätte genutzten Saal im Slesvighus auch weiterhin zur Verfügung zu stellen. Im Gespräch ist zumindest ein Sechs-Jahres-Vertrag mit der Stadt.

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Seit 2012 provisorische, nun bald Dauer-Spielstätte für das Landestheater? Das Slesvighus in Schleswig.

Quelle: Landestheater

Schleswig. Doch nicht nur das: Eine langfristige Lösung könnte sich nach Aussage von Bürgermeister Arthur Christiansen auch im neuen Stadtteil „Auf der Freiheit“ ergeben: Die Stadtwerke wollen dort das frühere Mannschaftsheim, das Varietétheater „Heimat“, für rund eine Million Euro von dem privaten Betreiber kaufen und als multifunktionale Veranstaltungshalle aufrüsten – letztlich auch für eine Bespielung durch das Landestheater. Derzeit jedoch gibt es für dieses Konversionsareal noch kein Planungsrecht, so dass das robuste, unterkellerte Klinkergebäude mit rund 700 Zuschauerplätzen frühestens in einigen Jahren millionenschwer umgebaut sein kann.

Christiansen sieht eine "Riesen-Chance"

Am 8. Dezember soll Schleswigs Ratsversammlung über den Mietvertrag für das Slesvighus (300 Plätze) wie den Kaufvertrag für die „Heimat“ entscheiden. Das sei eine „Riesen-Chance“, meint Christiansen. Und warnt zugleich: Ohne die Miet-Verlängerung fürs Slesvighus – es gebe eine Option bis zu zwölf Jahren – könne das Landestheater die Wikingerstadt nicht weiter bespielen. Das wiederum würde das gesamte Theaterkonstrukt gefährden, bekräftigt Intendant Peter Grisebach: Ein Sofort-Umstieg in die „Heimat“ sei räumlich undenkbar. Nicht nur Grisebach wird sich noch gut an die Bedenken des Schleswiger Rates gegenüber Theaterplänen auf dem Hesterberg erinnern. Damals hatte man sich mit Hinweis auf die Randlage für den Lollfuß stark gemacht und war dort später an den Neubaukosten gescheitert. Die „Heimat“ ist deutlich weiter vom Stadtzentrum entfernt als Slesvighus und auch Hesterberg.

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Ein Artikel von
Konrad Bockemühl
Ressortleiter Kulturredaktion

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Landestheater
Foto: Geld oder Leben? (v.li.) Lisa Karlström, Meike Schmidt, Lorenz Baumgarten, der nach der Vorstellung mit dem Armin-Ziegler-Preis ausgezeichnet wurde, und Deniz Ekinci.

Müssen Schulden zurückgezahlt werden? Gute Frage, die sich der junge Mann (Lorenz Baumgarten) stellt. Am Landestheater im Slesvighus setzt die Frage mit dem Stück "Schulden. Von Macht, Moral, Wahn und Witz" eine ganze Kette von Fragen, Assoziationen, Episoden in Gang.

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