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Klaviertrio als Feenquartett

SHMF Klaviertrio als Feenquartett

Ein Klaviertrio, so „zartbesaitet“ wie ein Streichquartett? Die Pianistin Lauma Skride macht’s möglich. Im maximal filigranen Zusammenwirken mit ihrer vielgerühmten Schwester Baiba Skride und dem sozusagen auf Zehenspitzen sich hinzuschleichenden Cellisten Daniel Müller-Schott entstand ein völlig neuartiges, pastellfarbenes Hörbild.

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Landschaften mit Vulkan und Seele

Die Pianistin Lauma Skride vollbringt im Kuhhaus das Kunststück, sich klanglich vollkommen den Streichern anzunähern.

Quelle: Borggreve

Altenhof. Das gilt schon für das Zigeunertrio von SHMF-Schwerpunktkomponist Joseph Haydn. Selbst dessen sonst gerne als eher derbe fetzende Zugabe gespieltes ungarisches Finale fliegt hier vorbei wie ein Feenspuk aus der Mendelssohn-Werkstatt. Und dieser wie von selbst geschehende Naturklang, die Balance aus zwei hochsensiblen Streichern und zwei tupfenden Klavierhänden, verwandelt dann auch Antonin Dvoráks berühmtes Dumky-Trio in ein so noch nie gehörtes luzides Tongemälde voller inniger Momente.

 Im H-Dur-Trio von Brahms (in der reifen Spätfassung von 1889) wird – abgesehen vom wiederum ätherisch entrückten Adagio – kräftiger zugepackt, auch im nun orchestraler auftrumpfenden Klavier.

 Fazit: Ein wirklich exzeptioneller Kammermusikabend. Ihm ist im gut besuchten Kuhhaus rasender Beifall sicher, wofür die Künstler mit einem Husarenritt durch den zweiten Satz aus Dmitri Schostakowitschs großem e-Moll-Trio op. 67 danken.

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Ein Artikel von
Dr. Christian Strehk
Kulturredaktion

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