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Tina Wolf entdeckt Mops-Syndikat

Lesung Tina Wolf entdeckt Mops-Syndikat

Die NDR-Moderatorin war gekommen, um ihren ersten Mops-Krimi vorzustellen, der unter dem Pseudonym Fritzi Sommer erschienen ist. Aus gutem Grund, denn Zum wilden Eck ist ganz anders als die autobiografisch geprägten Bücher, die Tina Wolf bisher geschrieben hat.

Kiel. „Ich wollte mal weg von meinem eigenen Leben“, so die Autorin, die sich selbst als „krimisüchtig“ bezeichnet und sich in der Vorstufe zum geplanten „richtig bösen Krimi“ mit ihrem aktuellen Buch vorsichtig an das Genre herangetastet hat. Mit einer gehörigen Portion Humor erzählt sie aus der Hundeperspektive von rätselhaften Todesfällen auf einem reichlich heruntergekommenen Campingplatz in Prerow, zu deren Aufklärung maßgeblich Mops Henri beiträgt.

 Henri lebt mit seinen Rudelkollegen Wilma und Victor bei einer Scheidungsanwältin in der schicken Hamburger Hafen-City. Als Josi nach dem plötzlichen Tod ihres Onkels den abgerockten Campingplatz in angesagter Lage erbt, wittert Henris zerknautschte Spürnase Unheil. „Eigentlich mochte ich Möpse gar nicht leiden“, erzählt die 42-Jährige, die eine Zugehörigkeit der glotzäugigen Fellknäule zur Gattung Hund bezweifelt und eher an eine „Mischung aus Katze und Frosch“ glaubt. Schuld an ihrer neuen Schwäche für den Mops ist ihr Sohn, der sich „lieber mit Tieren als mit Kindern verabredet.“ Auf dem Hundeplatz lernte sie vier Exemplare der kurzbeinigen Schlummerrollen kennen. „Sie waren untereinander sehr lebendig hatten witzige Charaktere – die perfekte Mops-Mafia“. In ihrem Krimi liefert sich das tierische Syndikat als Wilma, Victor und Henri manch pointierten verbalen Schlagabtausch und deckt neben dem Mordgeschehen auch die eine oder andere Absurdität im menschlichen Verhalten auf.

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