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Poetikdozentur für Elke Erb

Lyrikerin und Übersetzerin Poetikdozentur für Elke Erb

Als Lyrikerin ist Elke Erb eine Instanz, aber sie ist auch als Übersetzerin etwa der russischen Lyrikerin Marina Zwetajewa bekannt. Jetzt übernimmt die 78-Jährige, die 1938 in der Eifel geboren wurde und als Lektorin und Übersetzerin arbeitete, die 19. Liliencron-Dozentur in Kiel (28. bis 30. November).

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Elke Erb wird Liliencron-Dozentin in Kiel.

Quelle: "Gezett gerald zoerner"

Kiel. Nach einer Reihe jüngerer Lyriker wie Arne Rautenberg und Monika Rinck fand die Liliencron-Jury um Literaturhausleiter Wolfgang Sandfuchs und Literaturdozent Ole Petras die Zeit reif, „mal wieder ein Gesamtwerk auszuzeichnen, das eine Geschichte hat“.

 Elke Erb, so Sandfuchs, beschäftige der eigene Umgang mit der Sprache: „Sie hinterfragt in ihrer Lyrik die eigene Beobachtung und Sprache.“ Einen „unermüdlichen und ununterbrochenen Prozess des Selbstbeobachtens, -begreifens und -artikulierens“, hat die unter anderem mit dem Erich-Fried-, Ida-Dehmel- und Hans-Erich-Nossack-Preis Ausgezeichnete es selbst einmal beschrieben. Und im Gedicht Übung (2003) klingt das dann so: „Wie komme ich dazu, aus etwas / (etwas ,Gegebenem’, wie man sagt, immer noch) / Worte zu machen?“

 In drei Veranstaltungen wird Elke Erb in Kiel Einblick in ihr Werk und ihre Arbeit geben. Zur Eröffnung am 28. November lädt sie im Literaturhaus zum Streifzug durch ihr lyrisches Werk, zu dem unter anderem die Bände Gänsesommer (2005), Meins – Gedichte (2010) und zuletzt 2015 Sonnenklar gehören. In der öffentlichen Poetikvorlesung (29. November) beschäftigt die Lyrikerin, die auch Mitglied in der Akademie der Künste in Berlin ist, dann Das Glück Mittelhochdeutsch. „Wir lassen unseren Dozenten bei der Themenwahl freie Hand“, sagt Wolfgang Sandfuchs, „Elke Erb fasziniert die Kraft dieser Sprache, zum Beispiel von Hartmann von Aue. Und sie möchte zeigen, was darin steckt.“

 Obligatorisch ist das abschließende Dichtergespräch, zu dem sich die Liliencron-Dozenten einen Gesprächspartner ihrer Wahl aussuchen dürfen. Mit Erb wird am 30. November der Schriftsteller-Kollege Steffen Popp auf dem Podium im Literaturhaus sitzen. Mit dem 38-Jährigen, dessen Roman Ohrenberg oder der Weg dorthin 2006 für den Buchpreis nominiert war, verbindet die Lyrikerin seit 2003 eine produktive Dichterfreundschaft.

  Liliencron-Eröffnung: Mo, 28. Nov., 20 Uhr, Literaturhaus. Poetikvorlesung: Di, 29. Nov., 18 Uhr, Heinrich-Driftmann-Hörsaal, Olshausenstraße 75. Elke Erb / Steffen Popp: Mi, 30. Nov., 19.30 Uhr, Literaturhaus. - www.literaturhaus-sh

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Ein Artikel von
Ruth Bender
Kulturredaktion

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