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Wo der Nachwuchs glänzt

Meisterkonzerte Wo der Nachwuchs glänzt

Seit 142 Jahren sorgen die Meisterkonzerte der Konzertdirektion Streiber für kulturellen Mehrwert in der Fördestadt. Im Kieler Schloss sind zwischen Herbst und Frühling nun wieder sechs abwechslungsreich programmierte Abende geplant.

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Der Pianist Alexander Krichel war schon beim SHMF zu erleben und kommt nun mit einem Solo-Recital nach Kiel.

Quelle: Uwe Arens/Sony Classical

Kiel. Sie sind von jungen Stars der Klassikszene geprägt.

Aus der Lübecker Musikhochschule kennen sich der beim ARD-Wettbewerb preisgekrönte Sabine-Meyer-Schüler Sebastian Manz und der Pianist Martin Klett. Zum Flügel und der Klarinette gesellt sich mit Daniela Koch eine kundige Flöte aus Österreich, im Konzertalltag für Soli bei den Bamberger Symphonikern zuständig. Die Werkauswahl am 13. Oktober ist besetzungstypisch von aparten Bearbeitungen effektvoller und unterhaltender Art geprägt.

Mit Alexander Krichel, geboren 1989 in Hamburg, folgt am 5. November ein besonders interessanter Pianist, dessen aktuelle Rachmaninow-CD bei Sony Classical derzeit zu sich vor Begeisterung überschlagenden Kritiken in London und Deutschland führt. Rachmaninows Moments musicaux op. 6 spielt er auch im Schloss, attraktiv ergänzt durch Mussorgskys Bilder einer Ausstellung. Krichel löst bei Streiber ein Versprechen ein, hatte er sich doch im April 2014 erkrankt durch seinen Lehrer Markus Groh vertreten lassen.

Mit der schottischen Geigerin Nicola Benedetti kommt am 18. Februar der junge Stolz des manchmal doch noch geeinten Großbritannien in die Landeshauptstadt. Auf ihrer Stradivari „Gariel“ spielt sie, begleitet von Alexei Grynyuk, spannungsvolle Werke von Szymanowski und Beethoven sowie Edward Elgars wirklich schöne Sonate e-Moll op. 82. In derselben Spitzenkategorie rangiert schon länger der Harfenist Xavier de Maistre. Im Dialog mit der Kammerakademie Potsdam, einem wirklich sehr guten Ensemble, erkundet der Franzose und ehemalige Wiener Philharmoniker am 12. April Konzertarrangements von Mozart und Händel.

Ergänzt wird das Meisterkonzerte-Paket durch Abende mit dem tatsächlich furiosen und historisch beschlagenen Barockorchester La Folia am 14. Dezember sowie dem Blechbläserensemble Worldbrass am 9. Januar.

Wie immer hat Streiber alternativ auch Großformatiges im Angebot: Das NDR Sinfonieorchester Hamburg ist am 1. Oktober, 19. Dezember, 4. Februar und 2. April zu vier Gastspielen eingeladen. Mit dem Pianisten Alexander Lonquich und der Cellistin und Bernstein-Preisträgerin Alisa Weilerstein reisen hervorragende Solisten mit an. Und die Gastdirigenten stammen aus der internationalen Liga der Nachwuchshoffungen. So werden der Lette und Ozawa-Schüler Andris Poga, der Brite Robin Ticciati, inzwischen bereits Musikdirektor in Glyndebourne, oder der Franzose Fabien Gabel am Pult erwartet.

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Ein Artikel von
Dr. Christian Strehk
Kulturredaktion

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